Umfragen

Mexikos frühere Staatspartei vor Comeback

Mexiko hat am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt.

- Dabei kann die einstige Staatspartei PRI zwölf Jahre nach ihrer ersten Wahlniederlage überhaupt mit einem fulminanten Comeback rechnen. So liegt PRI-Kandidat Enrique Peña Nieto in allen Umfragen mit einem Vorsprung im zweistelligen Prozentbereich weit vor seinem linken Gegner Andrés Manuel López Obrador. Abgeschlagen an dritter Stelle rangiert Josefina Vázquez Mota von der regierenden Nationalen Aktionspartei PAN des scheidenden konservativen Präsidenten Felipe Calderón.

Die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) regierte das lateinamerikanische Land mehr als 70 Jahre lang, ehe sie das Präsidentenamt 2000 an die PAN verlor. Ihre Herrschaft ging einher mit Korruption, Wahlfälschung, Unterdrückung und Vetternwirtschaft. Im Wahlkampf hat der 45-jährige Peña Nieto aber wiederholt betont, dass sich seine Partei erneuert habe. Neben dem Präsidenten wurden auch beide Kammern des Parlaments neu gewählt. Auch hier sehen die Umfragen die PRI in Führung, was Peña Nieto die Umsetzung seiner Reformagenda erleichtern würde. Dazu zählen die Liberalisierung des Arbeitsmarkts und die umstrittene Öffnung des staatlichen Ölkonzerns Pemex für ausländische Investoren.