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Frankreich: Mutmaßlicher Eta-Attentäter festgenommen ++ China: Menschenrechtler verlangen Schutz für Birma-Flüchtlinge ++ Großbritannien: Historischer Handschlag - Queen besucht Nordirland ++ Brasilien: Leibwächter von François Hollande vergaßen Waffen

Mutmaßlicher Eta-Attentäter festgenommen

Die französische Polizei hat am Dienstag in Südfrankreich einen mutmaßlichen Attentäter der baskischen Untergrundorganisation Eta festgenommen. Dem spanischen Innenministerium zufolge soll der 27-jährige Ugaitz Errazquín Tellería an drei Anschlägen beteiligt gewesen sein. Dabei starben 2008 ein Stadtrat und ein Unternehmenschef im Abstand von wenigen Monaten. Errazquín Tellería wurde zusammen mit einem 32-jährigen Komplizen in einer Wohnung in Albi in den französischen Pyrenäen gefasst. Die Eta hatte im Oktober 2011 das Ende ihres bewaffneten Kampfs verkündet und im November die Bereitschaft zur Abgabe ihrer Waffen erklärt.

Menschenrechtler verlangen Schutz für Birma-Flüchtlinge

In Südchina sind Tausende Kachin-Flüchtlinge aus Birma nach Angaben von Menschenrechtlern der Willkür chinesischer Staatsgewalt ausgesetzt. Die Menschen, die vor Kämpfen zwischen der Zentralarmee und Unabhängigkeitskämpfern geflüchtet sind, würden nicht ausreichend versorgt oder geschützt, sagte der stellvertretende Asien-Direktor von Human Rights Watch, Phil Robertson, in Bangkok. Seit Juni 2011 seien bis zu 10.000 Kachin in die Provinz Yunnan im Nachbarland geflüchtet.

Historischer Handschlag - Queen besucht Nordirland

Queen Elizabeth II. ist am Dienstag zu einem historischen Besuch in Nordirland eingetroffen. Während des zweitägigen Aufenthalts will sie sich am Mittwoch mit dem einstigen IRA-Aktivisten Martin McGuinness treffen. Es soll zu einem historischen Handschlag kommen. Nach 60 Jahren im Amt will die Queen damit einen weiteren Schritt zum endgültigen Frieden in dem jahrzehntelang schwelenden Konflikt zwischen proirischen Republikanern und britischen Loyalisten in Nordirland gehen. Die Sinn-Fein-Partei, einst politischer Arm der Untergrundorganisation IRA, hatte bisher Treffen mit der Königin strikt abgelehnt.

Leibwächter von François Hollande vergaßen Waffen

Improvisationstalent mussten die Bodyguards des französischen Präsidenten François Hollande beim Umweltgipfel in Rio de Janeiro beweisen. Weil ihr Waffenkoffer mit sechs Pistoen in Paris vergessen wurde, mussten sie unbewaffnet die Sicherheit ihres Dienstherren garantieren. Der zuständige Beamte sei aus der Eliteeinheit der Polizei geworfen worden, hieß es nun aus Sicherheitskreisen - nicht wegen seines Fehlers, sondern weil er die Verantwortung einem Kollegen in die Schuhe schieben wollte.