Bundespräsident

Joachim Gauck enthüllt Büste von Horst Köhler

- Bundespräsident Joachim Gauck hat seinen Vorvorgänger Horst Köhler als authentischen Menschen gewürdigt, der sich im Amt des Staatsoberhauptes hohen Respekt erworben habe. Köhler sei immer "unverstellt, glaubwürdig und geradeaus" gewesen, sagte Gauck am Montag bei der Enthüllung einer Büste Köhlers im Foyer des Präsidialamtes. Er selbst ist an diesem Tag 100 Tage im Amt - darauf ging er mit keinem Wort ein.

Das Kunstwerk des Bildhauers Bertrand Freiesleben reiht sich ein in eine Serie von Büsten aller bisherigen Bundespräsidenten, die im Präsidialamt ausgestellt sind. Es ist der Tag Horst Köhlers, aber Gauck lässt die Gelegenheit nicht ungenutzt. Mit diesem Satz beginnt er seine Rede: "Neue Enthüllung im Bundespräsidialamt. Das könnte morgen die Überschrift sein über das Ereignis heute und in diesem Falle wäre es sogar wahr und überhaupt kein Anlass für Ärger."

Der Name von Köhlers Nachfolger Christian Wulff fällt natürlich nicht, obwohl in diesem Moment jeder an ihn denkt und an seine Affäre und Enthüllungen um Hauskredit und Mailboxanrufe. Gauck fährt fort: "Enthüllungen sind dazu da, das Wesen des Dargestellten zum Ausdruck zu bringen, eine innere Wahrheit, vielleicht sogar, etwas bisher ganz Unvermutetes ans Licht zu bringen. Deshalb eben die Mischung aus Neugier und Furcht vor Enthüllungen." Köhlers Büste ist nun die neunte in der Reihe von Nischen, die in die Wand des Foyers im Präsidialamt eingelassen sind.