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Großbritannien: Kampagne gegen Abspaltung Schottlands gestartet ++ Japan: Verkauf von Meeresfrüchten aus Fukushima genehmigt ++ Russland: Erste Strafe nach härterem Versammlungsgesetz

Kampagne gegen Abspaltung Schottlands gestartet

Britische Politiker aller Parteien haben eine Kampagne gegen eine Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien gestartet. Es lohne sich, für ein Vereinigtes Königreich zu kämpfen, sagte Regierungschef David Cameron zum Auftakt der Kampagne "Besser zusammen". Die Kampagne ist das Gegenstück zu einer Initiative, die vor einem Monat von der schottischen Regionalregierung auf den Weg gebracht wurde. Diese strebt für den Herbst 2014 ein Referendum über die Unabhängigkeit der halbautonomen Region an. Die britische Regierung lehnt eine Abspaltung Schottlands ab, hat mittlerweile aber einer Volksabstimmung zugestimmt. Umfragen zufolge befürworten nur etwa ein Drittel der 5,3 Millionen Schotten die Unabhängigkeit.

Verkauf von Meeresfrüchten aus Fukushima genehmigt

Erstmals seit der Fukushima-Katastrophe hat Japan den Verkauf von Meeresfrüchten aus der betroffenen Region wieder genehmigt. Zunächst seien Oktopusse und Meeresschnecken zum Verkauf freigegeben worden, teilte die Fischereibehörde der Präfektur Fukushima mit. Bei Untersuchungen wurden demnach keine Spuren von Radioaktivität gemessen. Flundern, Barsche und andere Fische blieben indes weiterhin vom Verkauf ausgenommen, da die Radioaktivität über dem von der Regierung genehmigten Niveau lag, wie die Behörde mitteilte. Nach dem verheerenden Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami im März 2011 war es in dem Atomkraftwerk im Osten Japans zu einer Kernschmelze gekommen.

Erste Strafe nach härterem Versammlungsgesetz

Als erster prominenter russischer Regierungsgegner muss Oleg Schejin (40) nach dem verschärften Versammlungsgesetz eine hohe Geldstrafe zahlen. Der durch einen Hungerstreik bekannt gewordene Politiker wurde von einem Gericht in der Stadt Astrachan am Kaspischen Meer zu umgerechnet rund 500 Euro Buße verurteilt, weil er einen unerlaubten Protestmarsch organisiert habe. Die Kundgebung richtete sich gegen Fälschungen bei der Bürgermeisterwahl, die Schejin nach offiziellen Angaben verloren hatte. Das verschärfte Gesetz sieht Höchststrafen von bis zu 7300 Euro vor.