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Niedersachsen: Weniger Sponsoren für Fest in Berliner Landesvertretung ++ Bayern: Münchener stimmen gegen Ausbau des Flughafens ++ Schottland: Mehrheit will Einführung der Homo-Ehe ++ Niger: Angst vor Malis bewaffneten islamistischen Milizen

Weniger Sponsoren für Fest in Berliner Landesvertretung

Erstmals seit der Premiere des Sommerfestes der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin im Jahr 2001 müssen die Organisatoren den Gürtel deutlich enger schnallen. Die Geldspenden gingen diesmal im Vergleich zu 2011 um ein Viertel zurück, weil insbesondere große Unternehmen abgesagt haben. Im Vorjahr hatten Sponsoren rund 200.000 Euro zur Verfügung gestellt. Seit der Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff wegen möglicher Vorteilsannahme sei man in Bezug auf politisches Sponsoring sehr sensibilisiert, begründete der Reiseveranstalter TUI seine Entscheidung, sich finanziell nicht mehr zu beteiligen. Auch die Deutsche Bahn, der Finanzdienstleister AWD und Air Berlin beteiligen sich nicht mehr finanziell an dem Fest in der Niedersächsischen Landesvertretung am 25. Juni in Berlin.

Münchener stimmen gegen Ausbau des Flughafens

Die geplante dritte Startbahn am Münchener Flughafen kann nicht gebaut werden. Die Münchener stoppten das umstrittene Milliardenprojekt mit einem Bürgerentscheid. Sie stimmten mit 54,3 Prozent gegen den Ausbau des Flughafens, wie die Stadt meldete. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hatte die Niederlage der Befürworter des Baus - ein breites Bündnis aus CSU, FDP, SPD und bayerischer Wirtschaft - bereits zuvor zugegeben.

Mehrheit will Einführung der Homo-Ehe

68 Prozent der Schotten haben einer Umfrage zufolge keine Einwände gegen die dort von der Regierung erwogene Legalisierung der Homo-Ehe. Wie die Zeitung "The Scotsman" berichtete, befürworten diese vor allem Frauen und junge Menschen. So habe die Zustimmung zur Homo-Ehe bei den unter 55-Jährigen bei rund 76 Prozent gelegen.

Angst vor Malis bewaffneten islamistischen Milizen

Nordmalis islamistische Milizen unterhalten nach Angaben des nigrischen Präsidenten Mahamadou Issoufou terroristische Trainingslager und verfügen mittlerweile über schwere Waffen. "Europa - und ganz besonders auch Frankreich - sind ebenfalls in Gefahr, denn Mali ist dabei, Afrikas Afghanistan zu werden", warnte Issoufou im "Le Journal du Dimanche". Demnach bilden afghanische und pakistanische Experten Kämpfer aus ganz Westafrika in den Lagern des westafrikanischen Krisenstaats aus. Über Libyen kämen auch Luftabwehrraketen des Typs SAM-6 oder Kanonen in den Norden Malis, den islamistische Milizen vor rund zwei Monaten erobert haben, betonte der Präsident von Malis Nachbarland.