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Frankreich: Umfragen: Absolute Mehrheit für Sozialisten möglich ++ Birma: Suu Kyi nach Schwächeanfall wieder wohlauf ++ Somalia: Islamisten laufen zur Regierung über ++ Spanien: Eta-nahe Jugendbewegung Segi gibt Auflösung bekannt

Umfragen: Absolute Mehrheit für Sozialisten möglich

Zwei Tage vor der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich haben Umfragen den regierenden Sozialisten und ihren Verbündeten eine absolute Mehrheit vorhergesagt. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos sah die Sozialisten und die mit ihnen verbündeten linken Einzelkandidaten am Freitag bei 284 bis 313 Sitzen und damit im schlechtesten Fall knapp unter der absoluten Mehrheit von 289 Sitzen. Laut Umfragen des Instituts Opinionway könnten die Sozialisten zusammen mit den Einzelkandidaten dagegen mit 295 bis 330 Parlamentariern die absolute Mehrheit schaffen.

Suu Kyi nach Schwächeanfall wieder wohlauf

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat sich von einem leichten Schwächeanfall in Bern erholt und kann ihre erste Europareise seit 24 Jahren fortsetzen. Das bestätigte das Schweizer Außenministerium am Freitag. Die 66-jährige Friedensnobelpreisträgerin wurde in Bern vom Parlament empfangen. Am Vorabend hatte Suu Kyi sichtlich geschwächt eine Pressekonferenz abgebrochen und erklärt, sie sei lange Reisen und den damit verbundenen Jetlag nicht mehr gewöhnt.

Islamisten laufen zur Regierung über

500 Kämpfer der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz sind zur somalischen Regierung übergelaufen. Regierungssprecher Abdirahman Omar Osman erklärte am Freitag, die Zahl der Überläufer nehme zu, seit Truppen der Afrikanischen Union mit somalischen Soldaten im vergangenen Monat die Stadt Afgoye bei Mogadischu zurückerobert hätten. Die afrikanischen Soldaten kämpfen seit Monaten an drei Fronten gegen die al-Schabaab. Es wird erwartet, dass kenianische Truppen in den kommenden Wochen die Hafenstadt Kismayo angreifen, die letzte Hochburg der al-Schabaab.

Eta-nahe Jugendbewegung Segi gibt Auflösung bekannt

In Spanien hat die der baskischen Untergrundorganisation Eta nahestehende Jugendbewegung Segi ihre Auflösung bekannt gegeben. In einer am Freitag in der baskischen Zeitung "Gara" veröffentlichten Erklärung hieß es, Segis "Parcours" sei "mit seinen Fehlern und seinen Erfolgen" zu Ende, aber die Jugend kämpfe weiter für die Unabhängigkeit. Die spanische Polizei machte Segi regelmäßig für Gewalt verantwortlich, etwa für das Werfen von Brandsätzen gegen Symbole des Zentralstaats. Die Eta hatte im Oktober 2011 das Ende ihres bewaffneten Kampfs verkündet.