Umwelt

EU-Staaten wollen sparsamer mit Energie umgehen

Unternehmen und Regierungen werden erstmals europaweit zum Energiesparen verpflichtet.

- Darauf haben sich die EU-Staaten am Donnerstag mit dem Europaparlament und der Kommission verständigt. Das neue Gesetz enthält ein ganzes Paket an Maßnahmen. So soll ein Teil der öffentlichen Gebäude pro Jahr energieeffizient renoviert werden. Stromkunden können sich auf Wunsch alle drei Monate über ihren Verbrauch informieren lassen. Auch Deutschland überwand seine Skepsis und stimmte am Ende zu.

Die Bundesregierung hatte monatelang keine einheitliche Position zum Thema gehabt. Während Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Sparvorgaben strikt ablehnte, hatte der ehemalige Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf verpflichtende Maßnahmen gepocht. Bis zur letzten Minute war unklar, wie sich Deutschland verhalten würde.

Mit dem Kompromiss will Europa nun 15 bis 17 Prozent Energie bis 2020 einsparen. Ohne zusätzliche Anstrengungen wären es nach Angaben der EU-Kommission nur 10 Prozent. Dennoch reicht das neue Regelwerk noch nicht, um das Ziel der EU zu erreichen, bis 2020 ein Fünftel weniger Energie zu verbrauchen. Das neue Gesetz soll Energieerzeuger verpflichten, jährlich 1,5 Prozent weniger Energie an die Verbraucher zu verkaufen. Als Vergleichswert gilt die Strommenge, die ohne zusätzliche Anstrengungen verkauft würde.

( dpa )