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Tunesien: Haftstrafe gegen Ex-Präsidenten verhängt ++ Russland: Journalist flieht wegen Todesdrohung ins Ausland ++ Ägypten: Mubarak misstraut den Ärzten

Haftstrafe gegen Ex-Präsidenten verhängt

20 Jahre Haft - dazu hat ein tunesisches Gericht den Ex-Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali in Abwesenheit verurteilt. Die Richter befanden den im saudi-arabischen Exil lebenden Ben Ali der Anstiftung zur Gewalt während des Volksaufstandes 2011 für schuldig. Der Ex-Staatschef wurde bereits zuvor zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Es ist allerdings fraglich, ob er die Haft je antreten wird.

Journalist flieht wegen Todesdrohung ins Ausland

Ein bekannter Journalist der russischen Oppositionszeitung "Nowaja Gaseta" ist wegen Todesdrohungen eines hohen Justizvertreters ins Ausland geflohen. Der stellvertretende Chefredakteur Sergej Sokolow habe Russland verlassen, nachdem er durch den Chefermittler der Justizbehörden wegen eines kritischen Artikels mit dem Tode bedroht worden sei, teilte die Kreml-kritische Zeitung mit.

Mubarak misstraut den Ärzten

Der Gesundheitszustand des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak hat sich offenbar leicht verbessert. Der zu lebenslanger Haft verurteilte 84-Jährige verweigere zwar nach wie vor das Essen im Gefängnis, teilten Sicherheitsvertreter mit. Er habe aber Joghurt und Saft zu sich genommen. Sein Anwalt Farid al-Dib erklärte, der ehemalige Präsident vertraue seinen Ärzten nicht und habe Angst, ermordet zu werden.