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EU-Kommission: Guttenberg erweist sich als "nützlicher" Berater ++ Frankreich: Hollandes Freundin unterstützt Gegner seiner Ex ++ Nigeria: Islamisten machen Deutsche verantwortlich für tote Geisel ++ Entwicklungshilfe: "Brot für die Welt" erzielte 2011 zweitbestes Ergebnis ++ Türkei: Ankara führt Kurdisch als Wahlfach ein

Guttenberg erweist sich als "nützlicher" Berater

Ein halbes Jahr nach der Ernennung von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zum Berater der EU-Kommission hat sich Brüssel mit seiner Tätigkeit zufrieden gezeigt. Guttenberg liefere "weiter Beiträge für die Entwicklung" einer EU-Strategie zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten durch ein freies Internet, sagte der Sprecher der zuständigen Kommissarin Neelie Kroes.

Hollandes Freundin unterstützt Gegner seiner Ex

Um die frühere französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal kocht unerwartet ein Streit bei den Sozialisten hoch: Die ehemalige Lebensgefährtin von Frankreichs Präsident François Hollande muss sich in ihrem Wahlkreis La Rochelle gegen den parteiinternen Gegner Olivier Falorni bei den Parlamentswahlen am Sonntag durchsetzen. Ausgerechnet die neue Partnerin von Hollande, Valérie Trierweiler, unterstützte nun am Dienstag öffentlich Royals Konkurrenten.

Islamisten machen Deutsche verantwortlich für tote Geisel

Eine nordafrikanische Islamistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida hat die Bundesregierung für den Tod eines in Nigeria entführten Deutschen verantwortlich gemacht. Das Auswärtige Amt gab dazu am Dienstag keinen Kommentar ab, in Diplomatenkreisen wurde die Darstellung aber zurückgewiesen. Der im Januar verschleppte Mitarbeiter des Mannheimer Baukonzerns Bilfinger Berger war am 31. Mai offenbar kurz vor einem Befreiungsversuch nigerianischer Sicherheitskräfte in Kano von seinen Kidnappern erschossen worden.

"Brot für die Welt" erzielte 2011 zweitbestes Ergebnis

56,3 Millionen Euro hat das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" im vergangenen Jahr an Spenden erhalten. Das sind knapp sechs Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Trotzdem sei es das zweitbeste Spendenergebnis der vergangenen zehn Jahre, sagte Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin. "Von Spendenmüdigkeit kann keine Rede sein." Die meisten Spenden für "Brot für die Welt" kamen 2011 aus Baden-Württemberg.

Ankara führt Kurdisch als Wahlfach ein

Im Zuge der Auseinandersetzungen um kurdische Autonomiebestrebungen plant die Türkei nun die Einführung von Kurdisch als Wahlfach an ihren Schulen. Der Unterricht in der Sprache ist bislang von der Regierung mit der Begründung verboten, dies könnte zur Spaltung des Landes beitragen. Seit Jahrzehnten kämpfen die Kurden im Südosten des Landes für Autonomie. Allerdings hatte sich die Regierung in Ankara zuletzt kompromissbereit gezeigt.