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Russland: Wohnungen von Putin-Kritikern durchsucht ++ Niederlande: Karadzic fordert Einstellung seines Prozesses ++ Vatikan: Papst Benedikt XVI. fordert Loyalität von Mitarbeitern ++ Syrien: Revolutionäre appellieren an jordanischen König ++ Südkorea: Regierung droht nach Cyber-Attacke mit Vergeltung ++ USA: Polizei ermittelt wegen Fahrerflucht gegen Minister

Wohnungen von Putin-Kritikern durchsucht

Einen Tag vor erneuten Protesten gegen Präsident Wladimir Putin hat die russische Polizei Wohnungen von Oppositionspolitikern durchsucht. Die Razzien stünden im Zusammenhang mit Angriffen auf Sicherheitskräfte anlässlich von Putins Amtseinführung, so die Ermittlungsbehörde. Die Polizei durchsuchte nach Angaben von Aktivisten unter anderem die Wohnungen der Fernsehmoderatorin Ksenia Sobschak, des ehemaligen Vizeministerpräsidenten Boris Nemtsow sowie des einflussreichen Bloggers Alexej Nawalni. Bei der heutigen Demonstration werden 50.000 Teilnehmer erwartet.

Karadzic fordert Einstellung seines Prozesses

Der wegen Kriegsverbrechen vor dem Haager UN-Tribunal angeklagte frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic hat die Richter zu einer Einstellung des Verfahrens gegen ihn aufgefordert. Die Ankläger hätten versucht, "irgendeine Art von Anklage aus nichts zu machen", sagte Karadzic am Montag. Er habe das Massaker in der ostbosnischen Enklave Srebrenica im Jahr 1995, bei dem innerhalb weniger Tage Tausende bosnisch-muslimische Jungen und Männer getötet wurden, nicht vorhersehen können, sagte der 66-Jährige.

Papst Benedikt XVI. fordert Loyalität von Mitarbeitern

Nach dem Skandal um die Veröffentlichung geheimer Dokumente hat Papst Benedikt XVI. die Mitarbeiter im Vatikan zu mehr Loyalität aufgerufen. Er müsse seinen Untergebenen vertrauen können, sagte das Kirchenoberhaupt vor Diplomaten des Heiligen Stuhls. Die bislang an die Öffentlichkeit gelangten Vatikan-Dokumente - darunter ein Schreiben von Benedikts Sekretär über ein Treffen mit einem Mitglied der in Ungnade gefallenen Ordensgemeinschaft Legionäre Christi - deuteten auf politische Machtkämpfe innerhalb des Vatikans hin.

Revolutionäre appellieren an jordanischen König

Die syrischen Regimegegner haben König Abdullah II. von Jordanien gebeten, die Grenze für syrische Flüchtlinge offen zu lassen. Mit Bedauern habe man festgestellt, dass Syrer, die nach Jordanien kommen, dort nicht mehr willkommen sind, hieß es in einem Appell der Allgemeinen Kommission für die Syrische Revolution. In den vergangenen Tagen seien Verletzte, Frauen und Kinder zurückgeschickt worden, offenbar fürchteten die Behörden einen destabilisierenden Effekt durch die Flüchtlinge.

Regierung droht nach Cyber-Attacke mit Vergeltung

Nach einer mutmaßlichen Cyber-Attacke Nordkoreas auf die südkoreanische Zeitung "JoongAng Ilbo" hat die Regierung in Seoul mit Vergeltung im Falle weiterer Angriffe gedroht. Die Armee halte zur Abschreckung mehrere Militärmanöver ab, so das Verteidigungsministerium in Seoul. Mit dem Manöver solle der Norden von weiteren Attacken abgehalten werden. Die Zeitung hatte von einem Hackerangriff auf ihr Redaktionssystem berichtet. Das sei am Samstag zerstört und die Produktion unterbrochen worden. Zudem seien Datenbanken für Artikel und Fotos verlorengegangen.

Polizei ermittelt wegen Fahrerflucht gegen Minister

US-Handelsminister John Bryson hat am Wochenende in Kalifornien offenbar kurz hintereinander zwei Verkehrsunfälle verursacht und Fahrerflucht begangen. Kurz darauf wurde er bewusstlos, aber unverletzt am Steuer seines Wagens gefunden, wie aus Behördenangaben und Medienberichten hervorgeht. Jetzt untersucht die Polizei die Vorfälle. Es gebe bisher keine Hinweise darauf, dass Alkohol im Spiel war, so das Sheriffsbüro in Los Angeles County.