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Tschechien: Viel Lob für Gauck-Brief zu NS-Massakern ++ Libyen: Erste freie Wahl seit vier Jahrzehnten verschoben ++ Ägypten: Mubarak offenbar in kritischem Zustand ++ Kenia: Sicherheitsminister stirbt bei Hubschrauberabsturz

Viel Lob für Gauck-Brief zu NS-Massakern

Das Schreiben von Bundespräsident Joachim Gauck zum 70. Jahrestag der NS-Massaker in den Dörfern Lidice und Lezáky stößt in Tschechien auf große Resonanz. Bei der zentralen Gedenkfeier für die 340 Toten des Massakers von Lidice zeigten sich die tschechischen Amtsträger dankbar für Gaucks Brief. In dem Schreiben an den tschechischen Präsidenten Václav Klaus hatte Gauck seine Trauer und Scham über die Auslöschung von Lidice und Lezáky ausgedrückt und die geschichtliche Verantwortung der Deutschen anerkannt.

Erste freie Wahl seit vier Jahrzehnten verschoben

19. Juni - an diesem Tag hätten in Libyen eigentlich die ersten landesweiten Wahlen seit rund vier Jahrzehnten stattfinden sollen. Doch die Wahlen wurden verschoben: Die Abstimmung zur verfassunggebenden Versammlung finde erst am 7. Juli statt, teilte der Leiter der Wahlkommission, Nuri al-Abbar, am Sonntag mit. Er begründete den Schritt mit technischen und logistischen Herausforderungen. Der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi lehnte Wahlen als "undemokratisch" ab.

Mubarak offenbar in kritischem Zustand

Der Gesundheitszustand des früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak verschlechtert sich immer mehr. Der zu lebenslanger Haft verurteilte 84-Jährige sei in kritischem Zustand und verliere immer wieder das Bewusstsein, sagte ein Gefängnisbeamter am Sonntag. Mubaraks Frau Suzanne und seine beiden Schwiegertöchter hätten ihn am Morgen besuchen dürfen, nachdem Gerüchte über seinen angeblichen Tod laut geworden waren, sagte der Gewährsmann im Torah-Gefängnis, in dem Mubarak in Haft ist. Der Ex-Präsident habe seit seiner Verurteilung vor mehr als einer Woche nur Getränke und Joghurt zu sich genommen.

Sicherheitsminister stirbt bei Hubschrauberabsturz

Kenias Minister für innere Sicherheit, George Saitoti, ist am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Sein Stellvertreter, zwei Personenschützer und die beiden Piloten hätten den Unfall ebenfalls nicht überlebt, berichtete der kenianische "Standard" (online). Der 66-jährige Saitoti hatte im Kampf gegen muslimische Terroristen eine Schlüsselrolle in der Regierung. Er galt auch als möglicher Kandidat für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr.