Luftangriffe

Dutzende Tote bei Schlacht um syrische Rebellenhochburg

In Syrien hat das erbitterte Ringen von Regierung und Rebellen um die Provinz Homs abermals Dutzende Menschen das Leben gekostet.

- Beim Bombardement durch syrische Truppen seien dort allein in den vergangenen 24 Stunden mindestens 35 Menschen gestorben, teilten Oppositionelle am Sonntag mit. Die Soldaten Präsident Baschar al-Assads hätten Hochburgen der Aufständischen in der Stadt Homs und Orten wie Rastan ins Visier genommen. Dort hätten Assad-Gegner ihre eigenen Angriffe ausgeweitet, erklärte das Syrische Netzwerk für Menschenrechte. Russland bekräftigte seinen Widerstand gegen Sanktionen.

Mit neuen Angriffen auf die Region Homs versuchten Assads Soldaten der Opposition zufolge, die Kontrolle über diesen Brennpunkt des Aufstands zurückzugewinnen. Dort hätten Kämpfer der vornehmlich aus Überläufern bestehenden Freien Syrischen Armee (FSA) selbst ihre Angriffe auf Armeepatrouillen, Kontrollposten und Raketenstützpunkte verstärkt. In Rastan schlugen einem Kämpfer zufolge seit Sonnabend mindestens 500 Raketen und Granaten ein. Der Proteststurm gegen Assad hatte seinen Anfang vor 15 Monaten in Deraa genommen, in der Nacht zum Sonnabend wurden dort laut Opposition durch Beschuss 18 Menschen getötet - darunter Kinder.

Israel plädierte am Sonntag so deutlich wie noch nie für eine Militärintervention. Vizeministerpräsident Schaul Mofas forderte die Weltgemeinschaft auf, genauso auf Assads Sturz hinzuarbeiten wie im vergangenen Jahr auf das Ende der Regierung Muammar al-Gaddafis in Libyen. Was heute in Syrien geschehe, sei ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord", sagte Mofas.