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Bundeswehr: Plan zur Evakuierung afghanischer Mitarbeiter ++ Blauhelme: UN-Soldaten sterben an der Elfenbeinküste ++ Burka-Verbot: Islamist sticht aus Protest zwei Polizisten nieder ++ Hilfsfonds: Krebskranke "9/11"-Helfer bekommen Unterstützung

Plan zur Evakuierung afghanischer Mitarbeiter

Die Bundeswehr bereitet die Evakuierung afghanischer Mitarbeiter nach Deutschland vor, die nach einem Abzug der deutschen Truppen mit Verfolgung in ihrer Heimat rechnen müssten. "Wir werden niemanden, der um Leib und Leben fürchten muss, im Stich lassen", sagte Generalinspekteur Volker Wieker der "Bild am Sonntag". Dabei gehe es nicht nur um Ortskräfte bei den Streitkräften, sondern zum Beispiel auch um zivile Aufbauhelfer. "Für sie alle besteht eine Fürsorgeverpflichtung, der wir auch nachkommen werden", sagte Wieker. Die Mitarbeiter sollen offenbar in Deutschland politisches Asyl erhalten. Die "Bild am Sonntag" schrieb von Schätzungen, wonach mehr als 3000 Afghanen betroffen sein könnten.

UN-Soldaten sterben an der Elfenbeinküste

15 Menschen sind bei einem Angriff auf UN-Friedenstruppen im Südwesten der Elfenbeinküste gestorben, davon sieben Blauhelmsoldaten und acht Zivilisten. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Tat und warnte, dass die verbliebenen mehr als 40 Blauhelme in Gefahr seien. Verurteilt wurde der Angriff auch vom UN-Sicherheitsrat. Ein UN-Vertreter sagte, die Blauhelmsoldaten seien von einer großen Gruppe angegriffen worden. Seinen Angaben zufolge waren die Blauhelmsoldaten auf einer Patrouille zu Fuß unterwegs, als sich der Angriff ereignete. Ein Sprecher der UN-Abteilung für friedenserhaltende Maßnahmen kündigte eine Truppenverstärkung an.

Islamist sticht aus Protest zwei Polizisten nieder

Aus Protest gegen die angeblich "anti-muslimische" Politik der belgischen Regierung hat ein radikaler Islamist in Brüssel zwei Polizisten mit einem Messer niedergestochen. Die Tat ereignete sich am Freitagabend in einer Metrostation, berichtete der belgische Rundfunk am Sonnabend. Die Opfer kamen ins Krankenhaus. Gegen den Angreifer wurde Haftbefehl erlassen. Der Mann sagte aus, er habe gegen das Burka-Verbot protestieren wollen, so die Staatsanwaltschaft. Seit vergangenem Jahr dürfen muslimische Frauen in der Öffentlichkeit keinen Vollschleier mehr tragen.

Krebskranke "9/11"-Helfer bekommen Unterstützung

Rettungskräfte, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 am World Trade Center in New York im Einsatz waren und später an Krebs erkrankten, können mit finanzieller Unterstützung rechnen. Für ihre Behandlung sollen öffentliche Gelder bereitgestellt werden. In Studien war zuvor ein erhöhtes Krebsrisiko für die am Unglücksort eingesetzten Rettungskräfte festgestellt worden. Grund sind die großen Mengen von Staub, die dort in der Luft waren. Für die Behandlung anderer Krankheiten wie etwa Asthma, Depressionen oder Angstzuständen war bereits zuvor ein Hilfsfonds eingerichtet worden.