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Altkanzler: Schröder kritisiert Einsatz in Afghanistan ++ Salafisten: Demonstration in Köln verläuft friedlich ++ Linkspartei: Bartsch: SPD-Angebot zum Parteiwechsel "plump"

Schröder kritisiert Einsatz in Afghanistan

Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat sich kritisch zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan geäußert. Damit stellt sich der Sozialdemokrat an die Seite der früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann. Die Theologin hatte Anfang 2010 in einer Predigt gesagt: "Nichts ist gut in Afghanistan" und damit viel Kritik geerntet. "Dieser Satz von Frau Käßmann ist so banal wie richtig", sagte Schröder in einem Interview für eine Biografie über den früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber, wie die "Tageszeitung" berichtet.

Demonstration in Köln verläuft friedlich

200 Salafisten haben sich am Sonnabend zu einer Kundgebung in Köln versammelt. Wenige hundert Meter entfernt demonstrierten etwa 50 Anhänger der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW gegen die Aktion. Beide Gruppen wurden durch die Polizei voneinander getrennt, der "1. Islamische Friedenskongress" verlief friedlich. Nach Berichten hatte zuvor der Verfassungsschutz intern davor gewarnt, dass gewaltbereite Salafisten den Kongress für ihre Zwecke instrumentalisieren könnten. Vor einem Monat war es bei ähnlichen Kundgebungen in Solingen und Bonn zu Ausschreitungen mit mehr als 20 verletzten Polizisten gekommen.

Bartsch: SPD-Angebot zum Parteiwechsel "plump"

Führende Vertreter der Linkspartei haben Abwerbeversuchen von SPD-Politikern eine Absage erteilt. Das Übertrittsangebot des SPD-Politikers Johannes Kahrs sei "plump", sagte der stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dietmar Bartsch, dem "Focus". Der Berliner Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Stefan Liebich, sprach von einem vergifteten Angebot. Der Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD, Ernst-Dieter Rossmann, forderte die Mitglieder der Linkspartei auf, sie sollten sich überlegen, "ob sie im Negativen verharren oder etwas verändern wollten".