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Lafontaines Mann

Bernd Riexinger Der 56-Jährige hatte eigentlich eine andere Lebensplanung. Doch dann ging der baden-württembergische Landeschef kurzfristig ins Rennen. Gedrängt haben ihn vor allem das westdeutsche Gewerkschaftslager, nachdem Linke-Gründungsvater Oskar Lafontaine entschieden hatte, doch nicht für den Parteivorsitz anzutreten. Inzwischen gilt Riexinger vielen in der Partei als Integrationsfigur, die die zerstrittenen Flügel wieder versöhnen könnte.

Gewerkschafter Riexinger hat Bankkaufmann gelernt und engagierte sich früh im Betriebsrat. 2001 übernahm er die Geschäftsführung des Ver.di-Bezirks Stuttgart mit 50 Beschäftigten und rund 51.000 Mitgliedern.

Kritik an SPD Gerhard Schröders Agenda 2010 entfremdete Riexinger endgültig von der SPD. Er gehörte zu den Initiatoren der Proteste gegen diesen von ihm empfundenen Sozialabbau: Zusammen mit anderen gründete er den Landesverband der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), die 2007 mit der PDS zur Linken fusionierte.