Gesundheit

Berliner Arzt nennt Timoschenkos Zustand wechselhaft

Der Berliner Neurologe Lutz Harms hat den Zustand der in Haft erkrankten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko als wechselhaft bezeichnet.

- "Es gab einen kleinen Fortschritt, aber der jüngste Tod ihres Schwiegervaters hat sie wieder ein wenig zurückgeworfen", sagte der Charité-Arzt der Charité. Harms kam am Sonnabend in Charkow an, um die Oppositionsführerin im dortigen Krankenhaus weiter zu behandeln. Er bleibe voraussichtlich bis zum 8. Juni in der früheren Sowjetrepublik, sagte der Neurologe. Er hatte Timoschenko bereits Mitte Mai elf Tage lang betreut. Die 51-Jährige klagt über ein Bandscheibenleiden.

Seine Charité-Kollegin, die Reha-Spezialistin Anett Reißhauer, habe mit Timoschenko erste Bewegungsübungen unternommen, sagte Harms. Die ehemalige Regierungschefin habe gut darauf reagiert.

Unterdessen kündigte die französische Regierung an, die Fußball-EM in der Ukraine boykottieren zu wollen. Präsident François Hollande habe darum gebeten, dass kein Regierungsvertreter in die Ukraine fahre, da das Land "nicht einmal ein Minimum an demokratischen Grundsätzen respektiert", sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault.