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Iran: Teheran baut ein neues Raumfahrtzentrum ++ USA: Mitt Romney veröffentlicht die Höhe seines Vermögens ++ Birma: Aung San Suu Kyi verspricht Flüchtlingen in Thailand Hilfe ++ Argentinien: Kochtopfschlagen gegen Korruption in Buenos Aires ++ Vatikan: Kardinäle billigen Absetzung des Chefs der IOR-Bank ++ Ungarn: Jüdischer Friedhof geschändet

Teheran baut ein neues Raumfahrtzentrum

Der Iran baut ein neues Raumfahrtzentrum, von dem aus Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen werden sollen. Das gab der iranische Verteidigungsminister, General Ahmad Wahidi, laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna vom Sonnabend bekannt. Das neue Zentrum werde nach dem Gründer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, benannt. Wo das Gebäude derzeit errichtet wird, sagte Wahidi nicht. Das iranische Raumfahrtprogramm hat im Zusammenhang mit dem umstrittenen Atomprogramm die Sorgen des Westens vertieft. Dieselbe Technologie, mit der Satelliten ins Weltall transportiert werden können, kann auch für das Abfeuern von Sprengköpfen verwendet werden.

Mitt Romney veröffentlicht die Höhe seines Vermögens

250 Millionen Dollar beträgt schätzungsweise das Vermögen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Mitt Romney. Das geht aus einer Erklärung seines Wahlkampfteams an die Wahlkommission in Washington hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Dazu zählen etwa Einlagen bei Goldman Sachs im Wert von schätzungsweise fünf bis 25 Millionen Dollar. Gemeinsam mit seiner Frau Ann Romney hinterlegte der Präsidentschaftsbewerber rund 100 Millionen Dollar in einer Stiftung für die fünf Kinder.

Aung San Suu Kyi verspricht Flüchtlingen in Thailand Hilfe

Bei ihrem Thailand-Besuch hat die birmanische Oppositionschefin Aung San Suu Kyi dort lebenden Flüchtlingen aus ihrem Land Hilfe zugesagt. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass diese nach Birma zurückkehren könnten, sagte Suu Kyi im Flüchtlingslager Mae La im Nordwesten Thailands, wo fast 50.000 birmanische Flüchtlinge leben. "Ich werde euch nicht vergessen, ich werde mein Bestes tun", rief die 66-Jährige vor Tausenden Menschen.

Kochtopfschlagen gegen Korruption in Buenos Aires

Argentinien hat erneut eine laute Protestnacht gegen Korruption erlebt. Zum zweiten Mal in Folge machten Bewohner in Buenos Aires ihrem Unmut über die Bestechlichkeit in Regierung und Politik mit dem Klappern von Kochtöpfen Luft. Vor allem in den Stadtvierteln der Mittel- und Oberschicht waren viele in der Nacht auf Sonnabend auf Kochtöpfe schlagend auf die Balkone oder vor ihre Häuser gegangen. Autofahrer veranstalteten ein Hupkonzert.

Kardinäle billigen Absetzung des Chefs der IOR-Bank

Die katholischen Kardinäle haben die Absetzung von Vatikanbank-Chef Ettore Gotti Tedeschi bestätigt. Der zuständige Ausschuss der Kardinäle nahm die Entscheidung des Aufsichtsrats der Bank "zur Kenntnis", wie Vatikansprecher Federico Lombardi bekanntgab. Dies sei gleichbedeutend mit einer Bestätigung, betonte Lombardi nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Der Aufsichtsrat der Vatikanbank IOR hatte vor gut einer Woche Gotti Tedeschi das Misstrauen ausgesprochen. Daraufhin hatte der Bankchef seinen Rücktritt erklärt.

Jüdischer Friedhof geschändet

Unbekannte haben den jüdischen Friedhof in der ungarischen Stadt Szekesfehervar geschändet. Die Außenwand der Aufbahrungshalle und zwölf Grabsteine seien mit antisemitischen Parolen und durchgestrichenen Davidsternen beschmiert worden, teilte die Polizei mit. Die Behörde suche mit Hochdruck nach den Tätern. Erst im Mai hatten Rechtsextremisten das Denkmal für den schwedischen Diplomaten und Judenretter Raoul Wallenberg (1912-1947) in Budapest geschändet.