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Großbritannien: Blair im Gerichtssaal als Kriegsverbrecher beschimpft ++ Ägypten: Wahlkommission: Mursi und Schafik in Stichwahl ++ Iran: Laridschani wieder neuer Parlamentspräsident

Blair im Gerichtssaal als Kriegsverbrecher beschimpft

Der frühere britische Premierminister Tony Blair ist am Montag im Zeugenstand eines Ausschusses zur Untersuchung des Medienskandals um den Murdoch-Konzern von einem Demonstranten beschimpft worden. Der Mann hatte sich von hinten Zugang zur Richterbank verschafft und von dort den verdutzten Ausschussmitgliedern eine Standpauke gehalten. "Dieser Mann ist ein Kriegsverbrecher" sagte er zu Blair, bevor er von Sicherheitsbeamten überwältigt und abgeführt wurde. Richter Brian Leveson ordnete eine sofortige Untersuchung an, wie der Mann in den gesicherten Trakt des Gerichtsgebäudes eindringen konnte.

Wahlkommission: Mursi und Schafik in Stichwahl

Vier Tage nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Ägypten hat die Wahlkommission das offizielle Ergebnis verkündet. Demnach kämpfen in der Stichwahl am 16. und 17. Juni der Islamist Mohammed Mursi und der Vertreter des im Vorjahr gestürzten Regimes, Ahmed Schafik, um das höchste Staatsamt. Die beiden kamen bei der ersten Abstimmung auf die meisten Stimmen. Am Montagabend griffen mehrere hundert Menschen die Kairoer Wahlkampfzentrale Schafiks an und setzten das Gebäude in Brand.

Laridschani wieder neuer Parlamentspräsident

Im Iran steht Präsident Ahmadinedschad unter Druck. Ein Bündnis konservativer Politiker wendet sich gegen ihn. Als Hauptwidersacher gilt Ali Laridschani, der jetzt als Vorsitzender des Parlaments wiedergewählt wurde. Der frühere Atom-Chefunterhändler Teherans setzte sich deutlich mit 173 zu 100 Stimmen gegen Hadad Adel durch, wie das Staatsfernsehen berichtet. Laridschani gehört zur Spitze eines Bündnisses von Konservativen, das Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei nahesteht.