Bundeswehr

De Maizière wirbt um Freiwillige aus Süddeutschland

Bei der Rekrutierung von Personal für die neu ausgerichtete Bundeswehr mangelt es an Bewerbern aus dem Süden Deutschlands.

- So beklagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Pfingstwochenende eine mangelnde Wehrbereitschaft in den südlichen Bundesländern, während die ostdeutschen Länder traditionell einen vergleichsweise hohen Soldatenanteil stellen. Streit gibt es auch über den mit der Wehrreform verbundenen Personalabbau in der Truppe. Der entsprechende Gesetzentwurf benachteiligt offenbar ehemalige Soldaten aus der Nationalen Volksarmee der DDR.

Zur Rekrutierung von Einsatzkräften sagte de Maizière der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wir brauchen die Geeigneten und die Besten, egal wo sie geografisch herkommen. Deshalb sage ich einigen süddeutschen Ländern: Gemessen am Bevölkerungsanteil muss euer Anteil an der Rekrutierung höher sein."

Der CDU-Minister trat dem Eindruck entgegen, die Bundeswehr könnte in Ostdeutschland wegen der dort hohen Arbeitslosigkeit besonders viele neue Zeit- oder Berufssoldaten gewinnen. Dies sei in der Vergangenheit so gewesen, seit einigen Jahren habe aber "ein Angleichungsprozess begonnen".

Um die mit der Bundeswehrreform geplante Personalstärke sicherzustellen, müssen sich nach Angaben de Maizières jährlich 45.000 Bürger als Zeit- und Berufssoldaten bewerben.