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Salafisten: Innenminister Friedrich kündigt härteres Vorgehen an ++ Fehlende Erzieher: Ungelernte Kräfte sollen Kinder in Kitas betreuen ++ USA: Obama hat als Schüler gern Haschisch geraucht ++ Afghanistan: Karsai stimmt Regelung für Zeit nach Truppenabzug zu ++ Somalia: Reguläre Truppen erobern Stadt von islamischen Rebellen zurück ++ Ukraine: Klitschko nimmt zweiten Anlauf für Bürgermeisteramt in Kiew

Innenminister Friedrich kündigt härteres Vorgehen an

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat ein entschlosseneres Vorgehen gegen Salafisten angekündigt. Diese radikalen Islamisten hätten "den gleichen ideologischen Ansatz" wie das Terrornetzwerk al-Qaida, sagte Friedrich in einem Video-Interview der "Leipziger Volkszeitung". "Mit aller Härte und mit allen Möglichkeiten, die ein Rechtsstaat zur Verfügung hat", werde man bei den Salafisten deshalb durchgreifen, versicherte er.

Ungelernte Kräfte sollen Kinder in Kitas betreuen

Wegen des Mangels an Erziehern in Kitas erwägen die Kommunen, übergangsweise auch ungelernte Kräfte einzusetzen. Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, schlug in den Zeitungen der WAZ-Gruppe vor, "vorübergehend auch Hilfskräfte im Sozialen Jahr oder aus dem Bundesfreiwilligendienst zu beschäftigen". Hintergrund ist der ab dem Kindergartenjahr 2013/14 geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Scharfe Kritik an dem Vorschlag kam vom Kinderschutzbund. Dies sei "ein katastrophaler Vorschlag, der zulasten der Kinder geht", sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers ebenfalls den Zeitungen der WAZ-Gruppe.

Obama hat als Schüler gern Haschisch geraucht

Eine neue Biografie über US-Präsident Barack Obama beschreibt dessen Vorliebe fürs Kiffen in jungen Jahren. Obama sei Mitglied einer Kiffer-Bande namens "Chrom Gang" gewesen - und habe dort einige Trends im Haschisch-Rauchen gesetzt, heißt es in vorab veröffentlichten Auszügen der Biografie "Barack Obama. The Story", die am vergangenen Freitag auf der Internetseite buzzfeed.com veröffentlicht wurden. Dass er als Teenager Marihuana geraucht, Alkohol getrunken und gelegentlich auch Kokain geschnupft habe, gab Obama in seinen Memoiren bereits zu. Das neue Buch des renommierten Biografen und "Washington Post"-Autors David Maraniss kommt am 19. Juni in Amerika auf den Markt.

Karsai stimmt Regelung für Zeit nach Truppenabzug zu

Das afghanische Parlament hat das Abkommen über eine strategische Partnerschaft mit den USA gebilligt. US-Präsident Barack Obama und der afghanische Präsident Hamid Karsai hatten das Papier, das die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 regeln soll, bereits Anfang des Monats unterzeichnet. Von den 249 Abgeordneten im afghanischen Parlament stimmten am Sonnabend rund 180 für das Abkommen, fünf verließen die Sitzung wegen Bedenken gegen das Abkommen, einige enthielten sich.

Reguläre Truppen erobern Stadt von islamischen Rebellen zurück

Nach dreitägigen Kämpfen haben Truppen der Afrikanischen Union und Somalias eine Stadt vor den Toren der Hauptstadt Mogadischu von islamischen Rebellen erobert. Die Truppen seien am Freitag nach Afgoye einmarschiert, sagte AU-Sprecher Oberstleutnant Ankunda. In und um Afgoye leben mehr als 300.000 Somalier, die vor Kämpfen aus ihren Heimatorten geflüchtet sind.

Klitschko nimmt zweiten Anlauf für Bürgermeisteramt in Kiew

Der Boxweltmeister im Schwergewicht, Vitali Klitschko, will erneut für das Bürgermeisteramt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew kandidieren. "Wenn die Wahlen stattfinden, werde ich teilnehmen", sagte Klitschko im ukrainischen Fernsehen. Ursprünglich sollte in der ukrainischen Hauptstadt im Mai ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Die Regierung in Kiew vertagte die Wahl aber, ohne ein neues Datum festzulegen. Der 40-jährige Klitschko nahm bereits 2006 und 2008 an der Bürgermeisterwahl teil. Er ist Abgeordneter im Stadtrat von Kiew.