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Skandal auch in der Vatikanbank

Misstrauensvotum Einen Tag vor der Festnahme des päpstlichen Kammerdieners Paolo Gabriele musste bereits der Chef der Vatikanbank IOR, Ettore Gotti Tedeschi (Foto), nach einem Misstrauensvotum des Aufsichtsrats seinen Posten räumen. Der Manager, der mehr Transparenz in die Geschäfte der Bank bringen sollte, habe trotz wiederholter Mahnungen "bestimmte Aufgaben von vordringlicher Wichtigkeit nicht ausgeführt", teilte der Vatikan am Freitag nach der IOR-Aufsichtsratssitzung vom Vortag mit.

"Vatileaks" In italienischen Medien wurde auch über einen Zusammenhang mit dem "Vatileaks"-Skandal spekuliert. Dabei waren aus dem Vatikan vertrauliche Dokumente an die Medien durchgesickert - auch über das Finanzgebaren der Vatikanbank.

Verteidigung Der Chef der Vatikanbank hatte laut Radio Vatikan noch am Donnerstagabend seinen Rücktritt eingereicht. "Aus Liebe zum Papst" wolle er sich nicht gegen die Vorwürfe verteidigen, sagte Tedeschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa. "Besser ich schweige, ich würde sonst böse Worte sagen."