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Ukraine: Parlament gegen Behandlung von Timoschenko in Berlin ++ Pakistan: Arzt wegen Hilfe bei Suche nach Bin Laden zu 33 Jahren verurteilt ++ Frankreich: Regierung will Rente mit 60 schnell wieder einführen ++ USA: Obama und Romney in Umfragen fast gleichauf

Parlament gegen Behandlung von Timoschenko in Berlin

Die Chancen auf eine Therapie der in der Haft erkrankten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko in Berlin sind deutlich gesunken. Das Parlament in Kiew lehnte mit deutlicher Mehrheit eine Abstimmung über einen Gesetzentwurf ab, der eine Behandlung von Häftlingen im Ausland erlaubt. Ein Spezialist der Charité hatte gesagt, die 51 Jahre alte Politikerin habe in Deutschland deutlich höhere Chancen auf Heilung als in ihrem Haftort Charkow. Timoschenko hat ein schweres Bandscheibenleiden. Eine Spezialistin aus der Charité ist zurzeit an der Behandlung von Timoschenko beteiligt.

Arzt wegen Hilfe bei Suche nach Bin Laden zu 33 Jahren verurteilt

Weil er dem US-Geheimdienst CIA bei der Suche nach Al-Qaida-Chef Osama bin Laden geholfen haben soll, ist ein Arzt in Pakistan zu 33 Jahren Haft wegen Landesverrats verurteilt worden. Der Chirurg Shakeel Afridi muss zudem eine Geldstrafe von rund 2700 Euro zahlen. Afridi hatte nach Beamtenangaben keine Möglichkeit, sich vor dem Stammesgericht zu verteidigen. Nach einem Bericht des "Guardian" täuschte der Arzt eine Impfkampagne vor, um an DNA-Material von Bewohnern des mutmaßlichen Bin-Laden-Verstecks zu gelangen und so zu prüfen, ob es sich um Angehörige des Al-Qaida-Chefs handelte.

Regierung will Rente mit 60 schnell wieder einführen

Die neue französische Regierung will noch vor der Parlamentswahl Mitte Juni die Rente mit 60 für langjährige Beitragszahler ermöglichen. Der sozialistische Premierminister Jean-Marc Ayrault sagte, ein entsprechendes Dekret solle innerhalb der nächsten drei Wochen verabschiedet werden. Das Dekret soll Beitragszahlern, die 41 Jahre eingezahlt haben, die volle Rente bereits mit 60 Jahren erlauben. Die Anfang Mai abgewählte konservative Vorgängerregierung hatte das Renteneintrittsalter trotz massiver Proteste von 60 auf 62 Jahre angehoben. Der Chef der konservativen UMP, Jean-François Copé, kritisierte, dass die Sozialisten die "Büchse der Pandora" öffneten.

Obama und Romney in Umfragen fast gleichauf

Gut fünf Monate vor der US-Präsidentschaftswahl liegen Amtsinhaber Barack Obama und sein voraussichtlicher Herausforderer Mitt Romney in Umfragen nahezu gleichauf. Wie aus einer Erhebung der "Washington Post" und des Senders ABC News hervorgeht, befürworteten 49 Prozent der Befragten die Wiederwahl Obamas, 46 Prozent sprachen sich für Romney aus. Der Republikaner Romney gewann am Dienstag die Vorwahlen seiner Partei in den US-Staaten Arkansas und Kentucky. Damit hat er nun 1034 von 1144 Delegiertenstimmen, die für seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat nötig sind.