Sicherheit

UN: Afghanistan muss Frauenrechte nach 2014 schützen

Im Vorfeld des Nato-Gipfels in Chicago haben die Vereinten Nationen (UN) die Allianz und die Regierung in Afghanistan aufgefordert, sich stärker für Frauenrechte einzusetzen.

- Bei dem Gipfel müssten "spezielle Maßnahmen" ergriffen werden, um die Rechte der Frauen in Afghanistan nach dem Abzug ausländischer Truppen Ende 2014 zu schützen, heißt es in einer am Sonnabend veröffentlichten Mitteilung der UN. Die Nato-Länder sollen demnach auf dem Gipfel beraten, wie finanzielle Hilfen für die afghanischen Sicherheitskräfte an die Verpflichtung, Menschenrechte einzuhalten, gekoppelt werden können. "Jetzt ist die Zeit gekommen, langfristig für Sicherheit und Schutz der Frauen in Afghanistan zu sorgen, die so lange die Hauptlast des Krieges getragen haben", sagte Jan Kubis, Chef der UN-Mission in Afghanistan. Menschenrechtsaktivisten befürchten, dass angesichts der Bemühungen, mit den Taliban Frieden zu schließen und so den blutigen Konflikt in Afghanistan zu beenden, Frauenrechte wieder beschnitten werden könnten. Der Nato-Gipfel findet am 20. und 21. Mai in Chicago statt. Nach dem für 2014 geplanten Abzug der Nato-Kampftruppen aus Afghanistan könnten bis zu 1000 Bundeswehrsoldaten im Land stationiert bleiben. Beim Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai am Mittwoch in Berlin will die Bundesregierung darüber verhandeln, nach 2014 mit 800 bis 1000 Bundeswehrsoldaten in dem Land zu bleiben, so die Zeitung "Sonntag Aktuell".