Kritik

UN fordern Rückgabe von Land an Indianer in den USA

Der UN-Sonderbeauftragte für die Rechte der Ureinwohner, James Anaya, hat die US-Regierung zur Rückgabe von Land an die Indianer aufgerufen.

- "Das Gefühl des Verlusts, der Entfremdung und der Empörung ist unter Indianern weitverbreitet", erklärte Anaya. Es sei offenkundig, dass noch immer nicht ausreichend Maßnahmen getroffen worden seien, um das Erbe der Geschichte der Unterdrückung zu überwinden. Es bleibe noch viel zu heilen, erklärte Anaya.

Der UN-Beauftragte nannte den Verlust von Land als besonders schmerzhaften Punkt. Etwa bei den Black Hills in South Dakota oder den San Francisco Peaks in Arizona hätten die Ureinwohner das Gefühl, nicht "genug Kontrolle" zu haben. "Die Sicherung der Rechte eingeborener Völker an ihrem Land ist von zentraler Bedeutung für ihre sozioökonomische Entwicklung, Selbstbestimmung und kulturelle Integrität", betonte Anaya.

Der Schutz ihres Landes, ihrer Ressourcen und ihrer heiligen Stätten sollte daher verstärkt werden, forderte der UN-Beauftragte. Er kritisierte, dass das verbliebene Land in ihrer Kontrolle weiterhin bedroht sei. Anaya hatte zwölf Tage lang mit Stammesführern in den Bundesstaaten Arizona, Alaska, Oklahoma, Oregon, South Dakota und Washington gesprochen, um die Umsetzung der UN-Erklärung zu den Rechten von Ureinwohnern zu überprüfen.

( AFP )