Ex-RAF-Terroristin: Verena Becker will laut Anwalt umfassend aussagen ++ FDP: Liberale distanzieren sich von Iran-Besucher Hübscher ++ Tarifstreit: Schäuble begrüßt deutliche Lohnsteigerungen

Verena Becker will laut Anwalt umfassend aussagen

Ex-RAF-Terroristin Verena Becker wird sich nach Angaben ihres Verteidigers in ihrer Aussage am 14. Mai dazu äußern, ob sie das Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback selbst verübt hat. "Sie wird auch sagen, ob sie geschossen hat oder nicht", sagte Verteidiger Walter Venedey der Morgenpost. Die Bundesanwaltschaft wirft Becker bisher nicht vor, auf Buback geschossen zu haben. Die 59-Jährige ist angeklagt, an der Vorbereitung des Attentats 1977 beteiligt gewesen zu sein.

Liberale distanzieren sich von Iran-Besucher Hübscher

Der Delmenhorster FDP-Vize und Landtagskandidat Claus Hübscher gerät nach seiner Reise in den Iran weiter unter Druck. Hübscher war mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad zusammengetroffen. Nun hat sich die FDP von ihm distanziert: "Wir tolerieren das nicht", sagte der Landesgeneralsekretär der Liberalen, Gero Hocker, der Morgenpost. Ein Parteiausschluss sei "problematisch", man könne aber davon ausgehen, dass Hübschers Verhalten Einfluss auf die Landesliste der FDP haben werde.

Schäuble begrüßt deutliche Lohnsteigerungen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den Gewerkschaften in den aktuellen Tarifverhandlungen den Rücken gestärkt. "Es ist in Ordnung, wenn bei uns die Löhne aktuell stärker steigen als in allen anderen EU-Ländern", sagte der CDU-Politiker dem "Focus". Deutschland habe seine Hausaufgaben gemacht und könne sich höhere Tarifabschlüsse besser leisten als andere Staaten. "Wir haben viele Jahre der Reformen hinter uns", sagte Schäuble. "Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht übertreiben. Das rechte Maß müssen wir wahren."