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Frankreich: Le Pen unterstützt Sarkozy nicht ++ Österreich: Libyens Ex-Ölminister offenbar ertrunken ++ Syrien: Erneut Tote bei Anschlägen und Kämpfen

Le Pen unterstützt Sarkozy nicht

Die Spitzenkandidatin des rechtsextremen Front National ruft zur Enthaltung bei der französischen Stichwahl am Sonntag auf. Marine Le Pen sagte am Dienstagmittag auf einer Kundgebung in Paris, dass sie keinem der beiden Kandidaten traue. "François Hollande ist die falsche Hoffnung und Nicolas Sarkozy steht für eine erneute Enttäuschung", rief sie ihren Anhängern zu. Das Votum von Le Pen war mit Spannung erwartet worden, weil ihre Partei im ersten Wahlgang überraschend auf knapp 18 Prozent kam. Insbesondere das Lager des konservativen Präsidenten Sarkozy hatte auf Stimmen vorheriger Le-Pen-Wähler gehofft.

Libyens Ex-Ölminister offenbar ertrunken

Der bei Wien tot in der Donau aufgefundene frühere libysche Ministerpräsident und Ölminister Schukri Ghanem ist nach Ansicht der österreichischen Polizei ertrunken. Eine Autopsie der Leiche des 69-Jährigen habe keine Hinweise auf Anwendung äußerer Gewalt ergeben, sagte Polizeisprecher. Der Tod sei wahrscheinlich ein Unfall gewesen, sagte Hahslinger. Ghanem habe sich bereits am Samstagabend bei seiner Tochter beklagt, dass er sich nicht wohlfühle. Ghanem, der als Berater für ein Wiener Unternehmen arbeitete, habe sein Haus am frühen Sonntag verlassen. Später am Tag wurde seine Leiche entdeckt.

Erneut Tote bei Anschlägen und Kämpfen

Fast drei Wochen nach dem offiziellen Beginn der Waffenruhe in Syrien werden die Verstöße immer offensichtlicher: Bei einem Raketenangriff der syrischen Armee auf ein Dorf in der Rebellenprovinz Idlib wurden nach Oppositionsangaben am Dienstag zehn Zivilisten getötet. Am Montag hatte es zahlreiche Tote bei Anschlägen auf Gebäude der Sicherheitskräfte in der Stadt Idlib gegeben, die UN-Generalsekretär Ban Ki-moon scharf verurteilte.