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Spanien: Zehntausende demonstrieren gegen Sparkurs der Regierung ++ Pakistan: Entführter Mitarbeiter des Roten Kreuzes umgebracht ++ Nigeria: Anschlag auf christliche Gemeinde im Norden des Landes ++ Philippinen: Gefechte zwischen linken Guerillakämpfern und Armee

Zehntausende demonstrieren gegen Sparkurs der Regierung

Mehrere Zehntausend Spanier haben gegen das Sparprogramm der konservativen Regierung demonstriert. Unter dem Motto "Man spielt nicht mit Bildung und Gesundheit" versammelten sich Demonstranten im Zentrum der Hauptstadt Madrid sowie in 54 weiteren spanischen Städten. Allein in Madrid waren nach Angaben der Gewerkschaften 40 000 Menschen auf der Straße. Die Gewerkschaften riefen für den 1. Mai zu weiteren Protesten auf. Die Demonstranten wandten sich gegen das neue Sparpaket, das besonders im Gesundheits- und Bildungsbereich Kürzungen vorsieht.

Entführter Mitarbeiter des Roten Kreuzes umgebracht

Fast vier Monate nach seiner Entführung ist ein britischer Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Pakistan getötet worden. Die Polizei entdeckte die Leiche des 60-jährigen Khalil Rasjed Dale außerhalb der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans. Nach einer Nachricht, die bei dem Toten lag, töteten ihn seine Entführer, weil sie kein Lösegeld bekommen hatten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) verurteilte die "barbarische Tat". Der britische Außenminister William Hague sprach von einer sinnlosen und grausamen Tat. Dale hatte in Quetta ein Gesundheitszentrum des Roten Kreuzes geleitet. Er war im Januar entführt worden.

Anschlag auf christliche Gemeinde im Norden des Landes

Bei einem Anschlag auf Christen sind in Nigeria Augenzeugen zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Die Attentäter griffen Armeeangaben zufolge mit Waffen und Sprengsätzen eine Versammlung der christlichen Gemeinde in einem Gebäude der Universität im nordnigerianischen Kano an. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In der Region hat jedoch zuletzt die radikal-islamische Sekte Boko Haram Hunderte Christen getötet. Sie will in der Region einen muslimischen Staat errichten.

Gefechte zwischen linken Guerillakämpfern und Armee

Bei Gefechten zwischen Soldaten und kommunistischen Guerillakämpfern in zwei philippinischen Provinzen sind zehn Menschen getötet worden. Ein Zusammenstoß ereignete sich in einer abgelegenen Gemeinde in Labo in der Provinz Camarines Norte. Bei einer anderen Auseinandersetzung in der nahe gelegenen Provinz Quezon töteten Soldaten zwei Guerillakämpferinnen, sagte ein hoher Militär. Am Schauplatz der Kämpfe seien die Streitkräfte auch auf zwei selbst gebaute Bomben der Rebellen gestoßen.