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Iran: Teheran will Gespräche mit IAEA Mitte Mai fortsetzen ++ Spanien: Schengen-Abkommen vorübergehend ausgesetzt ++ Birma: EU-Vertretung in Rangun eröffnet ++ Ägypten: Saudi-Arabien schließt Botschaft nach Protesten ++ Frankreich: Neue Vorwürfe gegen Sarkozy: Angeblich Hilfe von Gaddafi

Teheran will Gespräche mit IAEA Mitte Mai fortsetzen

Der Iran nimmt auch die Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über sein umstrittenes Atomprogramm wieder auf. Am 14. und 15. Mai würden in der iranischen Botschaft in Wien die vor zwei Monaten beendeten Verhandlungen zwischen der UN-Behörde und der Regierung in Teheran fortgesetzt, erklärte IAEA-Sprecherin Gill Tudor am Samstag. Der iranische IAEA-Vertreter Ali Asghar Soltanieh bezeichnete den Schritt als Beleg für die "friedliche Natur aller Atomprojekte" seines Landes, wie die iranische Nachrichtenagentur Irna meldete.

Schengen-Abkommen vorübergehend ausgesetzt

Spanien hat vorübergehend wieder Kontrollen an der Grenze zu Frankreich eingeführt. Mit der Maßnahme will die Regierung in Madrid die Einreise von gewalttätigen Demonstranten zum Treffen der Europäischen Zentralbank am 3. Mai in Barcelona verhindern. Mit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen bis zum 4. Mai setzt Spanien vorübergehend das Schengen-Abkommen aus, das in weiten Teilen der EU gilt.

EU-Vertretung in Rangun eröffnet

Die Europäische Union ist seit Sonnabend in Birma diplomatisch vertreten. EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton eröffnete mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und Regionalminister Nyint Swe die neue Vertretung in der Hafenstadt Rangun, mit der nach ihren Worten der demokratische Prozess in Birma beobachtet und unterstützt werden soll. Die EU hatte am Montag die Sanktionen gegen das Land nach über zwei Jahrzehnten ausgesetzt.

Saudi-Arabien schließt Botschaft nach Protesten

Nach Protesten gegen die Inhaftierung eines ägyptischen Menschenrechtsanwalts in Saudi-Arabien hat der Golfstaat seine diplomatischen Vertretungen in Ägypten geschlossen. Aufgebrachte Ägypter hatten vor der Botschaft die Freilassung des Anwalts gefordert. Nach saudischen Angaben wurde er wegen Drogenbesitzes festgehalten. Aktivisten zufolge ging es um eine Klage gegen König Abdullah wegen der Festnahme hunderter Ägypter in Saudi-Arabien.

Neue Vorwürfe gegen Sarkozy: Angeblich Hilfe von Gaddafi

Das Magazin Mediapart hat einen angeblichen Beweis dafür präsentiert, dass der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi vor fünf Jahren den ersten Wahlkampf von Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy unterstützt haben könnte. Die Seite veröffentlichte ein Schreiben, in dem angeblich bestätigt wurde, dass Libyen bereit war, Sarkozy mit 50 Millionen Euro zu unterstützen. Der um eine zweite Amtszeit kämpfende Sarkozy ließ die Anschuldigungen zurückweisen.