Vorteilsannahme

Ermittlungen gegen Groenewold ausgeweitet

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Ermittlungen gegen den Filmproduzenten David Groenewold in der Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff ausgeweitet.

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Es besteht der Behörde zufolge der Verdacht, dass Groenewold eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben hat. Dabei geht es um die Angaben des Filmproduzenten über einen gemeinsamen Besuch des Münchner Oktoberfests im Jahr 2008. Groenewold hat nach eigenen Angaben den Aufpreis für ein größeres Zimmer der Wulffs übernommen, ohne ihnen dies mitzuteilen. Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch, dass Groenewold nicht das Upgrade, wohl aber einen Teil des Zimmerpreises übernommen habe. Das Upgrade hätten die Wulffs gratis vom Hotel bekommen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren Bundespräsidenten wegen des Verdachts der Vorteilsannahme während seiner Zeit als Ministerpräsident in Hannover. Groenewold wiederum wird Vorteilsgewährung vorgeworfen. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover erklärte, die Ausweitung der Ermittlungen sei der "Bild"-Zeitung am Montag bestätigt worden. Wann das Verfahren ausgeweitet wurde, konnte sie allerdings nicht sagen.

( BM )