Militär

China und Russland üben für den Ernstfall im Gelben Meer

Inmitten wachsender regionaler Spannungen wegen des Streits um mehrere Inseln haben China und Russland ein Marine-Manöver begonnen.

- An der sechstägigen Übung im Gelben Meer vor der Ostküste Chinas sind 16 chinesische Marineschiffe und zwei U-Boote sowie vier russische Kriegsschiffe beteiligt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Übung sei das erste gemeinsame Marine-Manöver beider Länder. Trainiert werden sollen gemeinsame Luftabwehr, die Bekämpfung von U-Booten sowie Such- und Rettungseinsätze. Vorgesehen sind auch Anti-Terror-Einsätze und die Befreiung gekaperter Schiffe.

Der chinesische Außenamtssprecher Liu Weimin sagte, die Übung solle den regionalen Frieden sichern. "Diese gemeinsame Militärübung ist seit langem zwischen China und Russland geplant, um den Frieden und die Sicherheit in der Region zu sichern."

Derzeit wachsen die Spannungen zwischen China und seinen asiatischen Nachbarn, die mit Sorge auf die steigenden Militärausgaben Pekings blicken. China streitet mit mehreren Nachbarn um mehrere Inselgruppen. So beanspruchen Peking und Tokio beide Inseln im fischreichen Ostchinesischen Meer für sich, wo wertvolle Energieressourcen vermutet werden. Mit den Philippinen und Vietnam streitet China um eine Reihe von unbewohnten Inseln im Südchinesischen Meer. Anfang des Monats hatten Peking und Manila Schiffe in die umstrittene Region entsandt.