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Sudan: Muslime brennen in Khartum eine katholische Kirche nieder ++ Australien: Parlamentspräsident tritt nach Sexvorwürfen zurück ++ Prag: Tschechische Regierungskoalition löst sich auf ++ Syrien: Regierungstruppen greifen Vororte von Damaskus an

Muslime brennen in Khartum eine katholische Kirche nieder

Hunderte Muslime haben in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eine katholische Kirche niedergebrannt. Mehrere Zeitungen berichteten, die Muslime hätten Südsudaner beleidigt und das Gebäude angezündet. Die Feuerwehr habe den Brand nicht löschen können. Der mehrheitlich christliche und animistische Südsudan löste sich 2011 vom Sudan. In den vergangenen Wochen wuchsen die Spannungen zwischen beiden Ländern, es kam zu militärischen Auseinandersetzungen im Streit um Ölanlagen im Grenzgebiet.

Parlamentspräsident tritt nach Sexvorwürfen zurück

Angesichts von Sex- und Betrugsvorwürfen hat der australische Parlamentspräsident Peter Slipper seinen vorläufigen Rücktritt angekündigt. Slipper sagte, seine Stellvertreterin, die Labour-Abgeordnete Anna Burke, werde vorübergehend seine Amtsgeschäfte übernehmen. Die Polizei ermittelt, weil Slipper unrechtmäßig Taxigutscheine genutzt haben soll. Ein Mitarbeiter verklagte ihn zudem wegen sexueller Belästigung.

Tschechische Regierungskoalition löst sich auf

Die tschechische Dreiparteienkoalition löst sich auf, die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Petr Necas bleibt aber im Amt. Necas teilte am Sonntag in Prag mit, die Koalition aus seiner Demokratischen Bürgerpartei (ODS), der konservativen TOP 09 und der Partei für öffentliche Angelegenheiten werde zum kommenden Freitag beendet. Er und die beiden Parteichefs an seiner Seite, Karel Schwarzenberg von TOP 09 und Radek John, gaben zunächst keine weiteren Erklärungen ab.

Regierungstruppen greifen Vororte von Damaskus an

Die Waffenruhe in Syrien ist offenbar wieder gebrochen worden. Kurz nachdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen hatte, seine Beobachtermission in Syrien auf 300 Mann aufzustocken, wurden wieder neue Angriffe gemeldet. Regierungstruppen hätten einen Vorort der Hauptstadt Damaskus unter Beschuss genommen, berichteten die oppositionellen örtlichen Koordinationskomitees. Landesweit sollen 22 Menschen getötet worden sein.