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Dänemark: Fünf Linksextremisten wegen Terrorismus angeklagt ++ Sudan: Südsudan will Truppen aus umstrittenem Ölgebiet abziehen ++ Mali: EU-Parlament verurteilt Militärputsch ++ China: Polizist bei Protesten gegen Bergwerk getötet

Fünf Linksextremisten wegen Terrorismus angeklagt

Wegen versuchter terroristischer Handlungen hat die Staatsanwaltschaft in Kopenhagen am Freitag Anklage gegen fünf Dänen erhoben. Sie sollen versucht haben, unter anderem mehrere Polizeigebäude, eine Bank sowie eine Botschaft niederzubrennen. Ziel der 2010 und 2011 verübten Brandanschläge sei die Destabilisierung des Landes sowie die Einschüchterung der Bevölkerung gewesen, sagte Staatsanwalt Svend Ulrik Larsen am Freitag. Dem dänischen Geheimdienst zufolge sind die Männer im Alter zwischen 21 und 24 Jahren dem linksextremen Spektrum zuzuordnen.

Südsudan will Truppen aus umstrittenem Ölgebiet abziehen

Der südsudanesische Präsident Salva Kiir hat den Rückzug von Truppen seines Landes aus der ölreichen Grenzstadt Heglig angekündigt. Das Gebiet betrachte er dennoch als Teil seines Staates und erwarte eine Klärung durch internationale Schlichter, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Auch der nördlich angrenzende Sudan erhebt Anspruch auf Heglig. Truppen des Südsudans hatten die Stadt in der vergangenen Woche besetzt. Die Operation wurde von den UN verurteilt, der Sudan verschärfte seine bereits zuvor zunehmend kriegerische Rhetorik.

EU-Parlament verurteilt Militärputsch

Das Europaparlament hat den Militärputsch in Mali vom März scharf verurteilt. "Der Putsch hat einem 20 Jahre dauernden demokratischen Prozess ein Ende gesetzt", unterstreichen die Straßburger Abgeordneten in einer am Freitag verabschiedeten Resolution. Sie fordern ein sofortiges Ende der Gewalt und äußern "große Sorge" über eine zunehmend ernste Nahrungsmittelknappheit. Für sehr beunruhigend halten die Abgeordneten den Einfluss des Terrornetzwerks al-Qaida im Norden Malis und die wachsende terroristische Bedrohung.

Polizist bei Protesten gegen Bergwerk getötet

Bei gewaltsamen Protesten gegen ein Bergwerk ist im Südwesten Chinas ein Polizist getötet worden. 15 weitere Beamte seien bei den Ausschreitungen in der Stadt Renhe in der Provinz Yunnan verletzt worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Den Behörden zufolge griffen die Demonstranten die Polizei mit Holzknüppeln und Macheten an. Eine Regierungssprecherin sagte, die Bewohner des Dorfes Xiaoganqing hätten sich im März über eine Kohlemine auf ihrem Land beschwert.

( epd )