Militär

Südkorea sucht nach Trümmern der nordkoreanischen Rakete

Einen Tag nach dem missglückten Start einer nordkoreanischen Rakete hat Südkoreas Marine die Suche nach Trümmerteilen fortgesetzt.

- Die Trümmer waren 100 bis 150 Kilometer vor der Westküste Südkoreas ins Gelbe Meer gestürzt. Südkorea werde von Schiffen der US-Marine unterstützt, hieß es am Sonnabend aus dem Verteidigungsministerium in Seoul. Die Streitkräfte beider Länder erhoffen sich durch die Analyse von Trümmern näheren Aufschluss über die Gründe für das Scheitern des umstrittenen Raketenstarts sowie den Stand der nordkoreanischen Raketentechnik.

An der Suchaktion beteiligten sich nach Berichten des südkoreanischen Rundfunks unter anderem ein U-Boot, Minenabwehrschiffe sowie Hubschrauber.

Allen internationalen Warnungen zum Trotz hatte Nordkorea am Freitag wie geplant eine Mehrstufenrakete abgefeuert. Die Rakete explodierte nach südkoreanischen Angaben kurz nach dem Start in der Luft und zerbrach in mehrere Teile.

Nach Angaben Nordkoreas sollte die Trägerrakete Unha-3 einen Beobachtungssatelliten auf eine Erdumlaufbahn bringen. Mit dem Vorhaben sollte der 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il-sung gefeiert werden.

UN-Generalsekretär Ban kritisierte den Raketenstart als "direkte Verletzung der Resolution 1874 des UN-Sicherheitsrats" aus dem Jahr 2009. Eine ähnliche Erklärung kam von der Nato. Der Sicherheitsrat erklärte, der Start stelle eine "Verletzung" der Resolutionen dar.