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Smolensk: Moskau zu Rückgabe der Unglücksmaschine bereit ++ Simbabwe: Präsident Mugabe angeblich schwer krank ++ Ägypten: Justiz setzt Arbeit von Verfassungskommission aus ++ Europa: Gerichtshof erlaubt Auslieferung radikaler Islamisten in die USA

Moskau zu Rückgabe der Unglücksmaschine bereit

Am zweiten Jahrestag des Flugzeugunglücks von Smolensk hat sich Russland bereit erklärt, Polen die Wrackteile der abgestürzten Präsidentenmaschine zu übergeben. "Die russische Seite ist von nun an bereit, das Verfahren zur Rückgabe der Trümmer in Gang zu setzen", erklärte die russische Untersuchungskommission. Diese "materiellen Beweise" könnten jedoch erst nach dem Ende der Ermittlungen nach Polen gebracht werden. Bei dem Absturz nahe der russischen Stadt Smolensk waren am 10. April 2010 alle 96 Insassen ums Leben gekommen, darunter der damalige Staatschef Lech Kaczynski.

Präsident Mugabe angeblich schwer krank

In Simbabwe mehren sich die Spekulationen über eine mögliche schwere Erkrankung von Präsident Robert Mugabe (88). Der Staatschef sei am Wochenende überraschend nach Singapur gereist, wo er in einem Hospital mit dem Tod ringe, berichteten mehrere Medien am Dienstag. Simbabwes Informationsminister Webster Shamu dementierte die Behauptungen als Unsinn. Der Präsident sei auf Dienstreise. Nach Angaben des Exil-Portals "The Zimbabwean" musste aber eine Kabinettssitzung wegen Mugabes plötzlicher Reise abgesagt werden.

Justiz setzt Arbeit von Verfassungskommission aus

Das Verwaltungsgericht in Kairo hat die Arbeit der Verfassungskommission ausgesetzt. Eine Begründung für die Entscheidung gab das Gericht am Dienstag zunächst nicht ab. Juristen und liberale Parteien hatten geklagt und dies damit begründet, dass das islamistisch dominierte Parlament bei der Besetzung der Kommission seine Befugnisse überschritten habe. Säkulare Parteien, das Verfassungsgericht und die koptisch-christliche Kirche hatten ihre Vertreter aus dem Gremium bereits zurückgezogen.

Gerichtshof erlaubt Auslieferung radikaler Islamisten in die USA

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat keine Einwände gegen die Auslieferung des islamischen Hasspredigers Abu Hamza von Großbritannien an die USA. Allerdings sollten die britischen Behörden mit der Überstellung Abu Hamzas und fünf weiterer radikaler Islamisten drei Monate warten, bis die Berufungsfrist für dieses Urteil abgelaufen sei, hieß es in dem Urteil des EGMR von Dienstag in Straßburg. Den Islamisten drohe in den USA nicht die Todesstrafe, hieß es zur Begründung.