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PolitikNews II

Tuareg-Rebellen rufen eigenen Staat aus

Nach der Einnahme mehrerer strategisch wichtiger Städte haben die Tuareg-Rebellen am Freitag die Unabhängigkeit des Nordens von Mali ausgerufen. Ihr neuer demokratischer Staat in Westafrika werde Azawad heißen, teilte die Rebellengruppe MNLA mit. Sie wird unterstützt von Islamisten mit Verbindungen zu al-Qaida. Frankreich erklärte umgehend, eine Unabhängigkeitserklärung, die von den anderen afrikanischen Staaten nicht anerkannt werde, habe für die Regierung in Paris keinerlei Bedeutung. Mali ist eine ehemalige französische Kolonie, die 1960 ihre Unabhängigkeit erlangte.

Bossi tritt wegen Finanzskandal als Chef der Lega Nord zurück

Der italienische Rechtspopulist Umberto Bossi gibt wegen eines Korruptionsskandals die Führung der Oppositionspartei Lega Nord ab. Dem 70-Jährigen wird vorgeworfen, mit Steuergeldern seine Villa renoviert und Urlaube für seine Kinder bezahlt zu haben. Mit dem Rücktritt ist die Lega Nord, einer der stärksten Gegner des Sparprogramms von Ministerpräsident Mario Monti, geschwächt. Bossi ist ein alter Weggefährte des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, schmiedete mit ihm drei Regierungen.

Krawalle nach Selbstmord eines verschuldeten Rentners

Nach dem Selbstmord eines vermutlich verschuldeten Rentners ist es in Athen zu gewalttätigen Protesten gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung gekommen. Während sich überwiegend junge Demonstranten am späten Mittwochabend schwere Zusammenstöße mit der Polizei lieferten, lösten die Beamten am Donnerstag einen neuen Protest rasch auf. Auf dem Syntagma-Platz, auf dem seit gut zwei Jahren Proteste gegen die Sparprogramme stattfinden, hatte sich der 77-Jährige am Mittwoch in aller Öffentlichkeit durch einen Kopfschuss getötet.

Heftige Kämpfe vor zugesagtem Truppenrückzug

Vier Tage vor Beginn eines zugesagten Truppenabzugs hat die syrische Führung ihren Kampf in Oppositionshochburgen intensiviert. Vertreter der Rebellen meldeten am Freitag den Beschuss dreier Städte. Die Kämpfe trieben die Flüchtlingszahlen auf Rekordhöhe: Allein am Donnerstag suchten nach offiziellen Angaben 2800 Syrer Schutz in der Türkei. Nach Angaben der syrischen Opposition nahmen Panzer die Städte Duma nahe Damaskus, Homs und Rastan unter Beschuss.

Pjöngjang verschärft Ton vor Satellitenstart

Vor seinem umstrittenen Satellitenstart hat Nordkorea mit "erbarmungsloser" Bestrafung gedroht, falls ein Land die Trägerrakete abschießen sollte. Dies werde als "Kriegsakt" aufgefasst, hieß es in einer Erklärung des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas. Nordkorea will zum 100. Geburtstag des als Staatsgründer verehrten Kim Il-sung am 15. April einen Satelliten ins All schießen. Südkorea und Japan bereiten sich auf einen Abschuss der Rakete vor, falls diese oder einzelne Teile auf ihr Staatsgebiet abzustürzen drohten.