Bilanz

Ursula von der Leyen wertet Bildungspaket als erfolgreich

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat eine positive Bilanz für das vor einem Jahr gestartete Bildungspaket für arme Kinder gezogen. Die Betroffenen hätten das Angebot in breitem Umfang angenommen, sagte die CDU-Politikerin.

- Befürchtungen vor einem "Bürokratiemonster" hätten sich nicht bewahrheitet. Die Anlaufprobleme seien inzwischen beseitigt.

Nach Ansicht der Opposition ist die Ministerin mit dem Vorhaben "krachend gescheitert". SPD-Fraktionsvize Elke Ferner sagte, viele Kinder kämen nur nach einem enormen bürokratischen Aufwand in den Genuss der Leistungen. Nach Umfragen des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städtetages beantragten zuletzt im Durchschnitt 53 bis 56 Prozent der Berechtigten Leistungen aus dem Bildungspaket. Im November 2011 waren es 44 bis 46 Prozent.

Am stärksten nachgefragt wurden Zuschüsse zum Mittagessen. Am zweithäufigsten wurden Zuschüsse zu Ausflügen und Klassenfahrten beantragt, danach Beiträge zu Sportvereinen und Musikschulen. Lernförderung und Schülerbeförderung werden nach wie vor mit jeweils nur rund fünf Prozent nachgefragt.