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Birma: Suu Kyi beklagt vor der Wahl Unregelmäßigkeiten

Suu Kyi beklagt vor der Wahl Unregelmäßigkeiten

Friedensnobelpreis-Trägerin Aung San Suu Kyi hat Unregelmäßigkeiten im Vorfeld der Nachwahlen in Birma beklagt. Politische Gegner hätten Wahlverzeichnisse manipuliert und versucht, die Kandidaten ihrer Partei einzuschüchtern, sagte die Oppositionsführerin am Freitag in der Hauptstadt Rangun. Was in ihrem Land passiere, sei jenseits dessen, was bei einer demokratischen Wahl akzeptabel sei. Suu Kyi fügte hinzu, ihre Partei werde nicht aufgeben. Auch sie bewirbt sich am Sonntag um einen Sitz im Parlament.

Polizist erschießt neun Kollegen im Schlaf

In Ostafghanistan hat ein Dorfpolizist neun Kollegen im Schlaf erschossen. Der Polizeichef der Provinz Paktika, Daulat Chan, erklärte, zu dem Zwischenfall sei es am frühen Freitagmorgen in der Ortschaft Jajachil gekommen. Der Schütze habe um 3 Uhr den Wachdienst übernehmen sollen. Er habe ein Sturmgewehr gegriffen und die neun schlafenden Männer in dem Wachposten erschossen. Danach habe er ihnen die Waffen abgenommen und sei in einem Geländewagen geflohen. Unter den Todesopfern waren nach Angaben des Polizeichefs ein Bruder des Schützen und der Chef des Wachpostens.

Plagiatsaffäre: Ungarns Staatspräsident sagt Termine ab

Nach der Aberkennung seines Doktortitels hat der ungarische Staatspräsident Pal Schmitt am Freitag sämtliche Termine abgesagt. Das teilte das Präsidialamt am Morgen in Budapest mit. Schmitt war am Vortag wegen Plagiats der Doktortitel aberkannt worden. Beobachter halten nun seinen Rücktritt für möglich. Das Staatsoberhaupt hätte unter anderen den slowenischen Außenminister Karl Erjavec empfangen sollen. Eine Expertenkommission hatte zuvor festgestellt, dass der konservative Politiker fast seine gesamte Dissertation von anderen Autoren abgeschrieben hatte.

Vier tote Islamisten bei US-Drohnenangriff

Bei einem vermutlich von den USA ausgeführten Raketenangriff sind am Freitag im Nordwesten Pakistans vier islamische Extremisten getötet worden. Wie aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete, wurden offenbar von einer US-Drohne zwei Raketen auf ein Haus in der Stadt Miran Shah in der Stammesregion Nord-Waziristan abgefeuert. Die Region ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Taliban- und Al-Qaida-Kämpfer. Der Angriff dürfte die Bemühungen der USA erschweren, Pakistan wieder zur Öffnung eines Grenzübergangs zu bewegen, der wichtig für die Versorgung der Nato-Truppen in Afghanistan ist.

Grab von Hitlers Eltern in Leonding aufgelöst

Das Grab der Eltern von Adolf Hitler auf dem Friedhof der österreichischen Stadt Leonding ist aufgelassen worden. Der Grabstein von Alois und Klara Hitler sei entfernt worden, und das Grab könne neu vergeben werden, sagte Pfarrer Kurt Pittertschatscher dem "Kurier". Demnach hatten sich verschiedene antifaschistische Gruppen für die Auflösung des Grabs eingesetzt, da es zu einer Pilgerstätte Rechtsextremer geworden war.

Solidarnosc fordert Referendum über Anhebung des Rentenalters

Zehntausende polnische Gewerkschafter haben am Freitag in Warschau gegen die geplante Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre demonstriert. Im Parlament, dem Sejm, fand zur gleichen Zeit eine hitzige Debatte über den Antrag der Gewerkschaft "Solidarität" auf ein Referendum zu den Rentenplänen der Regierung statt. Nationalkonservative und linke Opposition warfen der liberalkonservativen Regierung soziale Ungerechtigkeit vor. Die Debatte dauerte am Nachmittag zunächst noch an, der Zeitpunkt der Abstimmung war offen.