US-Außenpolitik

USA legen Nahrungshilfen für Nordkorea auf Eis

Als Reaktion auf den für Mitte April angekündigten Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete haben die USA ihre Zusage für Lebensmittellieferungen an Pjöngjang zurückgenommen.

- Die Raketenpläne zeigten den "mangelnden Wunsch" Nordkoreas, sich an seine internationalen Verpflichtungen zu halten, sagte der ranghohe Pentagon-Beamte Peter Lavoy in Washington. "Wir sind gezwungen, unsere Aktivitäten zur Bereitstellung von Lebensmittelhilfen an Nordkorea auszusetzen." Washington hatte dem verarmten Nordkorea im vergangenen Monat 240.000 Tonnen Nahrungsmittel versprochen. Im Gegenzug erklärte sich Pjöngjang zu einer Aussetzung seines Atomprogramms und zur Zusammenarbeit mit Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereit. Außerdem sagte die nordkoreanische Führung zu, auf den Start von Langstreckenraketen zu verzichten. Die Einigung hatte Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme internationaler Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm geschürt, die Pjöngjang im April 2009 abgebrochen hatte. Mitte März kündigte Nordkorea an, mit Hilfe einer Langstreckenrakete einen zivilen Satelliten ins All schießen zu wollen.