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Pressefreiheit: Tödliche Gewalt gegen Journalisten nimmt zu

Pressefreiheit

Tödliche Gewalt gegen Journalisten nimmt zu

Mindestens 66 Journalisten seien 2011 während ihrer Arbeit getötet worden, teilte Reporter ohne Grenzen (ROG) mit. Das sind neun mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 16 Prozent entspricht. Außerdem wurden in diesem Jahr 1044 Journalisten festgenommen, 1959 waren Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt, 71 wurden entführt. Ein bedeutender Faktor für den starken Anstieg an Repressionen und Gewalt gegen Medienschaffende seien die Ereignisse um den "arabischen Frühling" sowie Proteste in Ländern wie Sudan, Weißrussland oder Uganda gewesen.

Belgien

Streik im öffentlichen Dienst legt Land weitestgehend lahm

Wenige Wochen nach ihrer Amtsübernahme sieht sich die neue belgische Regierung unter Ministerpräsident Elio Di Rupo mit massiven Streiks im öffentlichen Dienst gegen ihre Sparpolitik konfrontiert. Der Ausstand legte sowohl den Zugverkehr im Land als auch die internationalen Verbindungen nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in die Niederlande lahm. In der Hauptstadt Brüssel stand zudem das gesamte Nahverkehrsnetz still, was zu umfangreichen Staus auf den Straßen führte.

Nahost

Hamas tritt Palästinensischer Befreiungsorganisation bei

Die radikalislamische Hamas hat sich zum Beitritt zur Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) bereit erklärt. Der Hamas-Vorsitzende Khaled Meschaal trat einem Komitee bei, das Wahlen für die Führung der PLO, der Dachorganisation der palästinensischen Unabhängigkeitsbewegung, vorbereiten soll. Meschaal arbeitet damit künftig mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammen, dem Chef der rivalisierenden Palästinenserorganisation Fatah. Der Komiteebeitritt Meschaals ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Versöhnung zwischen Hamas und Fatah.

Tunesien

Neue Regierung aus 30 Ministern vorgestellt

Der designierte Ministerpräsident Tunesiens, Hamadi Jebali von der gemäßigt-islamistischen Ennahda-Partei, hat seine Koalitions-Regierung vorgestellt. Ennahda, die als stärkste Kraft aus den ersten freien Wahlen des nordafrikanischen Landes im Oktober hervorging, soll nach Angaben der Partei die Ministerien für Inneres, Justiz und auswärtige Politik besetzen. Jebali hat seine Mannschaft von 30 Ministern und elf Staatssekretären der verfassungsgebenden Versammlung vorgestellt. Die wird in den nächsten Tagen über die Besetzung entscheiden.