PolitikNews

Spanien: Korruptionsprozess gegen Parteifreunde Rajoys eröffnet

Spanien

Korruptionsprozess gegen Parteifreunde Rajoys eröffnet

Gut drei Wochen nach dem überwältigenden Wahlsieg der Konservativen in Spanien müssen zwei Politiker der Volkspartei (PP) sich wegen Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Der Ex-Ministerpräsident der Region Valencia, Francisco Camps, und der frühere PP-Generalsekretär in der Region, Ricardo Costa, sind angeklagt, von Geschäftsleuten Maßanzüge und andere Geschenke angenommen zu haben. Im Gegenzug sollen die Politiker den Unternehmern Aufträge verschafft haben. Camps ist ein enger Vertrauter des künftigen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, der bei den Parlamentswahlen am 20. November für die PP die absolute Mehrheit gewann.

Jemen

Inhaftierte Extremisten brechen aus Gefängnis aus

Bei einem spektakulären Gefängnisausbruch in der jemenitischen Stadt Aden sind am Montag mehrere wegen der Tötung von Sicherheitskräften verurteilte Extremisten entkommen. Nach Angaben eines Mitarbeiters der Gefängnisverwaltung nutzten mindestens zehn Häftlinge dabei einen 40 Meter langen Tunnel unter den Mauern der Einrichtung in der südlichen Hafenstadt. Ein Wachmann berichtete sogar von 15 entkommenen Extremisten.

Iran

Teheran will abgefangene Drohne in Serie produzieren

Der Iran will eine Anfang Dezember abgefangene US-Drohne kopieren und künftig serienmäßig herstellen. "Wir stehen kurz davor, die Codes zu entschlüsseln", sagte Parwis Soruri, Chef des parlamentarischen Unterausschusses für nationale Sicherheit, laut dem iranischen Staatsfernsehen am Montag. Soruri ging davon aus, dass der Iran durch die Entschlüsselung der Codes wertvolle Informationen über US-Spionagetechniken erhalten werde. Sein Land werde sich die neue Technik selbst zu eigen machen, sagte er. US-Experten bezweifeln indes, dass der Iran über das notwendige Wissen verfügt, um die Geheimnisse der Drohne zu entschlüsseln.

Kanada

Erster Staat zieht sich vom Kyoto-Protokoll zurück

Kanada wird sich nach Aussage von Umweltminister Peter Kent von den Vereinbarungen des Kyoto -Protokolls zurückziehen. Sein Land habe das Recht zu diesem Schritt, sagte Kent am Montag. Kanada, Japan und Russland hatten im vergangenen Jahr bereits angekündigt, keine neuen Kyoto-Vereinbarungen akzeptieren zu wollen. "Das Kyoto-Protokoll umfasst nicht die beiden größten Emittenten, die USA und China, und kann somit nicht funktionieren", sagte der Minister. Bislang war kein Land formal von dem Protokoll zurückgetreten.

Nahost

Aus Libanon auf Israel abgefeuerte Rakete verfehlt Ziel

Eine aus dem Libanon in Richtung Israel abgefeuerte Rakete hat ihr Ziel verfehlt und eine libanesische Frau verwundet. Das teilte ein ranghoher libanesischer Militärvertreter am Montag mit. Demnach traf die am Sonntagabend im südlichen Dorf Madschdal Silim abgeschossene Rakete das unweit der Grenze gelegene Dorf Hula. Der Vorfall werde untersucht, hieß es. Zuvor waren Ende November erstmals seit zwei Jahren aus dem Libanon Raketen nach Israel abgefeuert worden. Seit dem 34 Tage andauernden Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hisbollah im Sommer 2006 gilt die Lage in der südlichen Grenzregion als angespannt, aber weitgehend ruhig.