PolitikNews

Barschel-Affäre: Staatsanwaltschaft prüft Umgang mit Asservaten

Barschel-Affäre

Staatsanwaltschaft prüft Umgang mit Asservaten

Das verschwundene Haar im ungeklärten Todesfall des früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel beschäftigt nach der Lübecker Staatsanwaltschaft jetzt auch deren Kollegen in Kiel. Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Kieler damit beauftragt, eine Strafanzeige von Barschels Witwe Freya wegen Verdachts der Strafvereitelung im Amt zu prüfen. In der Anzeige geht es um ein fremdes Haar aus dem letzten Hotelbett von Uwe Barschel, das bei der Staatsanwaltschaft Lübeck verschwunden ist. Um jeden Anschein der Befangenheit zu vermeiden, solle die Kieler Staatsanwaltschaft prüfen, ob ein Ermittlungsverfahren in der Sache eingeleitet werden müsse, hieß es bei der Generalstaatsanwaltschaft. Die Anzeige richte sich gegen unbekannt. Unterdessen prüft die Lübecker Staatsanwaltschaft, ob sich ihr ehemaliger Leiter und Barschel-Chefermittler Heinrich Wille im Umgang mit Beweismitteln richtig verhalten hat. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Wille ein im Hotelzimmer sichergestelltes Buch aus Barschels Besitz mit nach Hause genommen hatte.

Bischöfe

Zollitsch nennt den Papstbesuch historisch

Die deutschen Bischöfe sehen sich durch den Papstbesuch in der Ökumene und dem innerkirchlichen Dialogprozess bestätigt. Zum Abschluss der Herbstvollversammlung in Fulda warnte der Vorsitzende der Bischofskonferenz Robert Zollitsch jedoch vor einem deutschen Sonderweg bei der Klärung "sperriger Themen". Speziell nannte er den Umgang mit Wiederverheirateten oder die Beteiligung von Frauen und Laien in der Kirche. Zollitsch nannte den Papstbesuch vom 22. bis 25. September in Deutschland "wahrhaft historisch". Er habe die Einheit der Kirche gezeigt und gestärkt.

Koalitionen

Oppermann setzt im Bund weiter auf Rot-Grün

Der Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, hat sich trotz der geplatzten Berliner Koalitionsverhandlungen mit den Grünen klar für eine rot-grüne Regierung nach der Bundestagswahl 2013 ausgesprochen. "Die Chancen für Rot-Grün werden durch den Rückschlag in Berlin in keiner Weise beeinträchtigt", sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Rot-Grün sei die beste Konstellation, um Deutschland zu regieren.

Gesundheit

Haderthauer fordert politische Initiative gegen Burn-out

Angesichts der rapiden Ausweitung des Burn-out-Syndroms in Deutschland fordert Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) ein Eingreifen der Politik. Burn-out sei ein "Thema, bei dem Politik nicht ganz tatenlos sein darf", sagte Haderthauer am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Als Beispiel nannte die CSU-Politikerin die Ausweitung der Gewerbeaufsicht von der technischen Kontrolle hin zur Überwachung psychischer Gefahren am Arbeitsplatz. "Die Arbeitsrisiken verlagern sich sehr stark vom körperlichen in den psychischen Bereich", sagte die Ministerin.