Extremismus

Ex-Generalinspekteur nennt Afghanistan-Einsatz gescheitert

Der ehemalige Bundeswehrgeneralinspekteur Harald Kujat hält den internationalen Afghanistan-Einsatz für gescheitert und stellt dem Land eine düstere Prognose aus.

"Wenn wir 2014 aus Afghanistan rausgegangen sind, dann werden die Taliban die Macht in wenigen Monaten wieder übernehmen", sagte Kujat der "Mitteldeutschen Zeitung". Der Einsatz habe den politischen Zweck erfüllt, Solidarität mit den USA zu üben. "Wenn man aber das Ziel zum Maßstab nimmt, ein Land und eine Region zu stabilisieren, dann ist dieser Einsatz gescheitert." Der afghanische Präsident Hamid Karsai räumte in einem BBC-Interview zum zehnten Jahrestag des Kriegsbeginns ein, seiner Regierung und den ausländischen Truppen sei es nicht gelungen, den Menschen auf der Straße Sicherheit zu bringen. Allerdings könne sich die Lage stabilisieren, wenn die Truppen abzögen.