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Medizin: Große Mehrheit für Organspende-Befragung

Medizin

Große Mehrheit für Organspende-Befragung

Fast drei Viertel der Deutschen sind dafür, die Bereitschaft zur Organspende von den Krankenkassen abfragen zu lassen. Rund 72 Prozent finden den Vorschlag von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gut und wären bereit, sich dabei festzulegen. Das ergab eine Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK. 71 Prozent der rund 1000 Befragten gaben an, generell zur Organspende bereit zu sein. "Die Umfrage zeigt, dass die Menschen sehr offen für eine Organspende sind", sagte Christina Sewekow von der DAK. Bahr will alle gesetzlich Krankenversicherten über ihre Kasse nach ihrer Spendenbereitschaft befragen lassen.

CSU

Seehofer hängt Messlatte für Wiederwahl tief

CSU-Chef Horst Seehofer hängt die Messlatte für seine Wiederwahl auf dem Parteitag Ende nächster Woche tief. "Dass ich so gut bewertet würde wie letztes Mal, würde ich mir schon wünschen", sagte Seehofer dem "Münchner Merkur". Vor zwei Jahren hatten die Delegierten Seehofer mit für CSU-Verhältnisse eher bescheidenen 88,1 Prozent bestätigt - und dem Parteichef damit den erhofften glänzenden Start in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs 2009 vermasselt.

Bundestag

Leichtere Anerkennung von ausländischen Abschlüssen

Der Bundestag hat die leichtere Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse beschlossen. Mit den Stimmen der Regierungskoalition verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das es ausländischen Fachkräften ermöglichen soll, in ihren erlernten Berufen in Deutschland zu arbeiten. Es bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats, die aber als unsicher gilt. Die Opposition lehnte das Gesetz als unzureichend ab.

Stuttgart 21

Minister gibt Gegnern schuld an Wasserwerfer-Einsatz

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat den Stuttgart-21-Demonstranten die Schuld am heftigen Einsatz der Polizei vor einem Jahr gegeben. "Auslöser der Eskalation war nicht die Polizei, sondern das waren die Demonstranten", sagte Gall den "Stuttgarter Nachrichten". Die Gegner des Tiefbahnhofsprojekts "hätten den Weg frei geben müssen, als das verlangt wurde". Am 30. September 2010 waren Polizisten mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Proteste vorgegangen. Es gab 100 Verletzte.