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Japanischer Politiker trinkt Wasser aus Fukushima-Pfütze

Ein japanischer Parlamentsabgeordneter hat ein Glas mit Wasser getrunken, das aus einer radioaktiven Pfütze im havarierten Atomkraftwerk Fukushima stammte. Das japanische Fernsehen zeigte Aufnahmen von einem sichtlich nervösen Yasuhiro Sonoda, der das aus der Anlage entnommene und dekontaminierte Wasser im Beisein von Journalisten schluckte.

Er wisse, dass dies nicht die Sicherheit beweisen könne, sagte Sonoda. Er habe das Wasser aber getrunken, da Journalisten ihn immer wieder aufgefordert hätten, zu beweisen, dass die Region um das Kraftwerk sicher sei.

Das japanische Umweltministerium startet nach dem Atomunglück jetzt eine Kampagne, um den Stromverbrauch in den kalten Wintermonaten weiter zu begrenzen. Um Strom zu sparen, sollen die Japaner in diesem Winter warme Kleidung tragen und heiße Eintopfgerichte essen. Unternehmen und Privatleute sind aufgerufen, ihre Heizungen auf maximal 20 Grad Celsius einzustellen. Damit die Menschen trotzdem nicht frieren, sollen sie mehrere Kleiderschichten übereinander tragen und auch im Haus Mütze, Handschuhe und Strumpfhosen tragen.

Durch ein Erdbeben und einen anschließenden Tsunami war die Atomanlage in Fukushima am 11. März schwer beschädigt worden.