Studie

Hähnchenmäster verwenden zu viel Antibiotika

In der Hähnchenmast werden offenbar zu große Mengen Antibiotika verwendet. In 182 nordrhein-westfälischen Mastbetrieben sind 83 Prozent der Hähnchenmastbestände mit den antibakteriellen Arzneien behandelt worden, wie es in einer bisher unveröffentlichten Studie heißt.

Grundlage der Untersuchung im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums waren 962 Mastdurchgänge - die Spanne zwischen Schlüpfen und Schlachten - in den Betrieben. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen, fünf Prozent der Proben müssen noch ausgewertet werden. Das Ministerium wollte sich zum Inhalt der Studie nicht äußern. Zahlen für ganz Deutschland gibt es bisher nicht.

Teils seien bis zu acht unterschiedliche Antibiotika ins Futter gemischt worden, berichtete der NDR unter Bezug auf die Studie. Sie lege die Vermutung nahe, dass Antibiotika als Wachstumsdoping zum Einsatz kämen. In der Massenhaltung dürfen Antibiotika nur aus medizinischen Gründen eingesetzt werden. Ein Huhn lebt in der konventionellen Haltung vom Schlüpfen bis zur Schlachtung etwa 35 Tage.