Berlins große Probleme

3. Was wird aus der Charité?

Das Problem: Eine wichtige Entscheidung in der Gesundheitspolitik hat der rot-rote Senat vertagt: Wie sollen die Charité und der landeseigene Vivantes-Konzern in Zukunft aufgestellt werden? Beide Unternehmen haben mit hohen Sanierungskosten für ihre Krankenhäuser zu kämpfen und machen Verluste oder nur leichte Gewinne.

Gesundheitspolitik unter Rot-Grün: Die beiden Landesunternehmen Charité und Vivantes würden unter dem Dach einer Holding zusammengefasst. Dieses auch von der Industrie- und Handelskammer favorisierte Modell soll die Zusammenarbeit und die unterschiedliche Ausrichtung - hier die Hochleistungsmedizin, dort die Gesundheitsversorgung der Berliner - stärken.

Gesundheitspolitik unter Rot-Schwarz: Die CDU setzt auf ein anderes Modell, dem auch die SPD etwas abgewinnen kann: Eine Stiftung, in der sich auch der Bund engagiert, soll es der Charité ermöglichen, an neues Kapital heranzukommen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der scheidende Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) unterstützen diesen Vorschlag.

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