Die Linke

Gregor Gysi ist verärgert über seine Partei

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Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregory Gysi fordert von seiner Partei, sich verstärkt um jüngere Wähler zu kümmern. Eine Mauerbau-Debatte oder gar das umstrittene Glückwunschschreiben an Fidel Castro seien da wenig hilfreich.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, hat an seine Partei appelliert, sich nach den vielen internen Debatten jetzt der Zukunft zuzuwenden. Die Linke müsse eine Zukunftspartei sein und auch jüngere Leute ansprechen.

"Die können mit der Mauer gar nichts anfangen", sagte Gysi mit Blick auf die Diskussion in seiner Partei über die historische Bewertung des Mauerbaus. Die Linke stehe derzeit in der Öffentlichkeit "nicht gut genug da, das ärgert mich", sagte Gysi. Zugleich kritisierte er erneut den Glückwunschbrief von Klaus Ernst und Gesine Lötzsch an den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro . Der Stil des Schreibens "ist so überhaupt nicht meiner". Der Frage, ob Ernst und Lötzsch die richtigen Vorsitzenden seien, wich er aus.

Klaus Ernst bedauert die Form des Briefs an Castro. "Es ist einfach ein Fehler passiert", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Falsch gewesen sei der Stil. Das Schreiben, das Castros "kampferfülltes Leben" würdigt, trage "digitale Unterschriften" von ihm und Lötzsch. So etwas werde sich nicht wiederholen.

( dapd/dpa/nbo )