Sicherheit

Schlamperei soll Hacker-Angriff auf Zoll ermöglicht haben

Der Hackerangriff auf den deutschen Zoll soll deutlich gravierendere Folgen gehabt haben als bisher bekannt.

Wie "Focus online" berichtete, mussten nach der Attacke das Bundeskriminalamt (BKA), alle Landeskriminalämter, der Zoll und die Bundespolizei sämtliche Server abschalten, die dazu dienen, Schwerkriminelle und Terrorverdächtige zu observieren.

Hintergrund sei Schlamperei in der Bundespolizei-Kaserne im nordrhein-westfälischen Swisstal-Heimerzheim, in dem der zentrale Server für das Observationsprogramm "Patras" sitzt, berichtet die Web-Seite unter Berufung auf geheime Berichte des Zollkriminalamtes an das Bundesfinanzministerium. Mit dem Spähprogramm arbeiteten alle Landeskriminalämter, das BKA und der Zoll.

Die Bundespolizei habe die dafür verwendeten Server aber nur mit einer Billigsoftware geschützt. Zudem monierten laut "Focus online" Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik in einem streng geheimen Report an den Innenminister, dass bei dem gehackten Zoll-Server "grundlegende Sicherheitsempfehlungen missachtet" worden seien.