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Sicherheit: Hacker nennen politische Motive für Attacke auf Zoll

Sicherheit

Hacker nennen politische Motive für Attacke auf Zoll

Die Hackergruppe "No-Name Crew" hat ihre Attacke auf einen Rechner des Zolls laut "Spiegel" mit politischen Motiven begründet. In einem Chat-Interview gab ein führendes Mitglied der Gruppe unter dem Namen "Darkhammer" an, "für die Rechte und die Freiheit der Bürger" zu kämpfen. Die Hacker waren in der Nacht zum Donnerstag in einen eigens für die Ortung betriebenen Server des Zollfahndungsdienstes eingedrungen und hatten anschließend offenbar gestohlene Polizeidaten im Netz veröffentlicht. Das Zollkriminalamt hat eine Strafanzeige wegen des Datendiebstahls angekündigt.

PID-Entscheidung

Kauder erzürnt über von der Leyen

Nach der Bundestagsentscheidung für eine begrenzte Zulassung von Gentests an Embryonen gibt es in der Union heftige Kritik am Verhalten von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Fraktionschef Volker Kauder (CDU) fühle sich als Gegner der Gentests von ihr bloßgestellt. Er habe getobt, berichtete "Focus online" unter Verweis auf einen Vertrauten Kauders. Aus Unionskreisen wurde diese Darstellung bestätigt. Kauder fühlte sich in der Bundestagsdebatte als klarer Gegner der Präimplantationsdiagnostik (PID) besonders von folgendem Satz von der Leyens brüskiert: "Das Totalverbot geht eher von einem unmündigen Menschen aus. Wir gehen von einem mündigen Menschen aus." Im Bundestag hatten am Donnerstag 326 Abgeordnete für eine begrenzte PID-Zulassung gestimmt, für ein Verbot votierten 260 Parlamentarier.

Soziales

Viele Hartz-IV-Haushalte zahlen doch Rundfunkgebühr

Rund die Hälfte aller Haushalte, die Hartz IV bekommen, verzichten auf eine ihnen zustehende Befreiung von den Rundfunkgebühren in Höhe von 17,98 Euro monatlich. Dies gehe aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Sonnabend. Den öffentlich-rechtlichen Sendern beschere dieser Verzicht hochgerechnet fast 400 Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr. Laut BA gibt es dem Bericht zufolge 3,5 Millionen Hartz-IV-Haushalte, von den Rundfunkgebühren lassen sich laut Gebühreneinzugszentrale (GEZ) aber nur 1,6 Millionen Haushalte befreien. Die GEZ beziffere den Gebührenausfall auf rund 335 Millionen Euro, berichtete die Zeitung.