PolitikNews

Libyen: Spitzenfußballer laufen zu den Rebellen über

| Lesedauer: 2 Minuten

Libyen

Spitzenfußballer laufen zu den Rebellen über

Herber Rückschlag für das Regime von Muammar al-Gaddafi in Libyen: 16 libysche Spitzenfußballer und ein Top-Trainer sind zu den Aufständischen übergelaufen. In einem Hotel in Dschadu im Rebellengebiet im westlichen Nafusa-Gebirge verurteilten sie am Sonnabend Gaddafi mit scharfen Worten. "In 42 Jahren hat er nichts für Libyen getan. Er möge uns allein lassen, damit wir ein freies Libyen aufbauen können", sagte der Torhüter der Nationalelf, Dschuma Gtat, einem BBC-Reporter. Fußball ist in Libyen äußerst populär. Die Überläufer schlugen sich durch die Fronten in das Rebellengebiet durch, das 90 Kilometer südlich von Tripolis beginnt.

Syrien

Panzer blockieren Trauerzug für vier tote Demonstranten

Syrische Panzer haben in Kiswa bei Damaskus einen Begräbniszug für vier Demonstranten verhindert, die von Sicherheitskräften getötet worden waren. Die Angehörigen mussten ihre Opfer am Sonnabend ohne die üblichen Trauerprozessionen auf dem Friedhof begraben, wie syrische Aktivisten berichteten. Trauerzüge für getötete Demonstranten entwickeln sich in Syrien häufig zu machtvollen Protesten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Am Freitag waren bei Anti-Assad-Kundgebungen im ganzen Land mindestens 16 Menschen getötet worden. Am Sonnabend soll in Kiswa ein Demonstrant getötet worden sein.

Russland

Geschäftsmann nimmt den Kampf mit Putin auf

Erstmals seit der Festnahme des Ölunternehmers Michail Chodorkowski vor acht Jahren ist wieder ein prominenter russischer Geschäftsmann in die Politik gegangen, um die Partei von Ministerpräsident Wladimir Putin herauszufordern. Die für Reformen eintretende liberale Partei Prawoje Delo (Gerechte Sache) wählte am Sonnabend den Milliardär Michail Prochorow an ihre Spitze. 107 Delegierte stimmten bei einem Parteitag in Moskau in einer geheimen Abstimmung für den nach Angaben des US-Magazins "Forbes" drittreichsten Mann Russlands, nur zwei gegen ihn.

Vatikan

Papst erhält am Mittwoch eigenes Nachrichtenportal

Der Vatikan stellt in der kommenden Woche sein neues Nachrichtenportal vor. Das Portal news.va werde zum ersten Mal alle Presse-, Radio- und Fernsehaktivitäten des Vatikans zusammenführen, wie der Heilige Stuhl am Sonnabend mitteilte. Die Website wird am Mittwoch freigeschaltet, dem 60. Jahrestag der Priesterweihe von Papst Benedikt. Der Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, Claudio Maria Celli, sagte, möglicherweise werde der Papst selbst vom Apostolischen Palast aus mit einem Klick die Seite freigeben.

( dpa )